Am Tag vor dem Sprint bei der Biathlon-WM in Lenzerheide brach Ingrid Landmark Tandrevold nach einem Gespräch mit Schießtrainer Siegfried Mazet plötzlich in Tränen aus.

„Ich bin ein emotionaler Mensch, und das ist wahrscheinlich wie ein Dampfkochtopf. Manchmal muss man den Druck ablassen“, sagte die Norwegerin bei NRK. In der Mixed Staffel hatte sie als Startläuferin mit zwei Strafrunden ihr Team schon frühzeitig aus dem Kampf um den Sieg genommen. Am Ende reichte es nicht einmal zu Bronze.

Im Sprint, den die Französin Justine Braisaz-Bouchet vor Franziska Preuß und Suvi Minkkinen aus Finnland gewann, wurde sie nur 23.

Ingrid Landmark Tandrevold brach in Tränen aus
Ingrid Landmark Tandrevold brach in Tränen ausIngrid Landmark Tandrevold brach in Tränen aus

Tränen ganz ohne Grund

Warum genau sie weinte, konnte sich Tandrevold auch nicht erklären. „Ich habe mich mit Siegfried unterhalten und manchmal spürt man, wie einem die Tränen kommen, ganz ohne Grund“, so die 28-Jährige: „Ich glaube, ich war nicht einmal traurig, aber manchmal…“

Dabei hätte sie zumindest allen Grund, wütend zu sein. Denn sie wurde nach ihrem enttäuschenden Rennen in der Mixed Staffel Opfer übler Hassnachrichten, von denen sie eine anschließend exemplarisch in ihrer Instagram-Story veröffentlichte.

„Es ist absolut fantastisch“

Obwohl die Norwegerin vor den Weltmeisterschaften all ihre Social-Media-Accounts gelöscht hatte, kehrte sie dann doch wieder zurück, um einen Post abzusetzen. Dabei wurde sie auf die Hasskommentare aufmerksam.

„Da wurde mir klar, dass man deshalb keine sozialen Medien haben sollte. Und dann habe ich es tatsächlich sofort wieder gelöscht“, sagte Tandrevold.