Der Transfer-Sommer in Madrid läuft heiß – und zwar nicht nur wegen der Neuzugänge. Nach den Verpflichtungen von Coach José Mourinho sowie der Stars Bernardo Silva, Marc Cucurella und Ibrahima Konaté produziert Real Madrid auch Schlagzeilen mit „Nicht-Transfers“. Am Freitag, 3. Juli, folgte das nächste offizielle Statement – diesmal zu Enzo Fernández vom FC Chelsea.
Beim Argentinier wählt der Klub einen Ton, der kaum Spielraum lässt. In der Mitteilung heißt es wörtlich: „Angesichts der in den vergangenen Tagen erschienenen Informationen und Aussagen über ein angebliches Interesse von Real Madrid C. F. an dem Spieler Enzo Fernández möchte der Klub erklären, dass er keinerlei Schritte – weder direkt noch indirekt – unternommen hat, die auf eine Verpflichtung des genannten Spielers abzielen, und außerdem keinerlei Absicht hat, diese Operation anzugehen.“
Damit stellt Real nicht nur aktuelle Gespräche in Abrede, sondern auch die grundsätzliche Transfer-Absicht.
Real Madrid dementiert grundsätzliches Olise-Interesse nicht
Anders klang es beim Fall Michael Olise vom FC Bayern, zu dem sich Real bereits am 20. Juni öffentlich geäußert hatte. Zwar dementierten die Madrilenen auch hier Kontakte zum Spielerumfeld, ergänzen aber einen Passus, der in Spanien als Türspalt interpretiert wurde:
„Beide Klubs haben stets eine Beziehung gepflegt, die auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt basiert – erkennbar unter anderem an der gemeinsamen Überzeugung, dass jedes mögliche Interesse an einem Spieler des anderen Klubs zunächst zwischen den Vereinen behandelt werden muss, gemäß den Prinzipien institutioneller Loyalität.“
Der entscheidende Unterschied: Bei Enzo Fernández wird die Absicht, in den Transferpoker einzugreifen, dementiert. Bei Olise wird hingegen vielmehr der korrekte Weg in der Kommunikation mit den Bayern betont.
„Zwei Statements … und ein feiner Unterschied“, titelte die Marca entsprechend.
Real Madrid geht neue Wege in der Kommunikation
In beiden Fällen unterstrich Real die „ausgezeichneten institutionellen Beziehungen“ zu den betroffenen Klubs – Chelsea wie Bayern – und beklagte Spekulationen, die Fans verwirren und den Beteiligten schaden könnten.
Genau dafür sind diese Klarstellungen gemacht: als Schutzschild für die Klub-Diplomatie und als Dämpfer für Erwartungen auf den Rängen. Auffällig ist, wie konsequent Real nach den jüngsten Vereinswahlen Gerüchte mit eigenen Statements entkräftet – statt sie monatelang laufen zu lassen.