Übler Tritt mit Folgen: Der Brasilianer Victor Gabriel von SC Internacional ist nach einem heftigen Foul an Gabriel Pec von Cruzeiro Belo Horizonte hart sanktioniert worden.
Der Oberste Sportgerichtshof (STJD) sperrte Gabriel für sechs Spiele, das Gericht entschied aber zudem, dass Gabriel erst wieder spielen darf, wenn Pec seine schwere Verletzung, die er bei dem Foul erlitten hatte, auskuriert hat.
Beinbruch bei Foul! So lange wird der Treter gesperrt
Die Dauer der Sperre wurde auf maximal 180 Tage festgelegt. Gegen das am 28. Juli gefällte Urteil kann noch Berufung eingelegt werden.
Gabriel hatte in der Partie am 22. Juli den auf ihn zustürmenden Pec mit offener Sohle umgegrätscht und seinem Gegner dabei das linke Schienbein gebrochen. Der 22 Jahre alte Verteidiger sah Rot und verließ unter Tränen das Feld.
Übeltäter berichtet von schlaflosen Nächten
Anschließend bat er um Entschuldigung für seinen Tritt und suchte auch den Kontakt zu Pec. Bei der Verhandlung vor dem Obersten Sportgerichtshof war Gabriel ebenfalls anwesend.
„Seit jener Nacht waren es schwere Tage für mich. In schlaflosen Nächten bete ich für ihn. Ich entschuldige mich von ganzem Herzen bei allen bei Cruzeiro“, wurde Gabriel bei O Globo zitiert.
Zwar ging auch das Gericht davon aus, dass Gabriel seinen Gegenspieler nicht absichtlich verletzen wollte, doch durch sein rücksichtsloses Tackling nahm er die Verletzung von Pec in Kauf.
Besonderes Strafmaß möglich
Die Möglichkeit einer zusätzlichen Sperre in einem solchen Fall ist im brasilianischen Sportstrafgesetzbuch in Artikel 254, Absatz 3 verankert.
„Wenn der Verletzte aufgrund eines schwerwiegenden, gewalttätigen Spiels nicht in der Lage ist, den Sport auszuüben, kann der Täter bis zur Rückkehr des Verletzten ins Training gesperrt bleiben, wobei eine Höchstdauer von 180 Tagen einzuhalten ist“, heißt es dort.
Pec war erst kurz vor seiner heftigen Verletzung für 10,5 Millionen Euro von L.A. Galaxy aus der MLS nach Brasilien gewechselt. In der Partie gegen SC Internacional feierte Pec sein Debüt für Belo Horizonte, ehe die Grätsche seinen Einstand jäh beendete.