Dieses Karriereende kommt sehr überraschend. Radfahrerin Kim Cadzow beendet mit sofortiger Wirkung ihre Laufbahn – und das mit gerade einmal 24 Jahren.

„Ich habe beschlossen, mich vom professionellen Radsport zurückzuziehen. Ich fühle mich eigentlich noch nicht alt genug dafür. Aber ich muss ehrlich sein und sagen, dass ich nicht zurückkehren werde“, schrieb die Neuseeländerin auf Instagram.

Cadzow galt lange als eines der Radwunderkinder, weil ihre Karriere so kometenhaft begonnen hatte. Nur zwei Jahre nach ihrem Profi-Debüt nahm sie 2024 für Neuseeland an den Olympischen Sommerspielen in Paris teil und wurde Siebte im Zeitfahren.

Zuvor hatte sie sich im selben Jahr zur neuseeländischen Zeitfahr-Meisterin gekürt. Das Jahr 2025 war dann sogar noch erfolgreicher. Sie verteidigte nicht nur den Titel im Zeitfahren, sondern kürte sich zudem zur neuseeländischen Meisterin im Straßenrennen.

„Radfahren fühlte sich von Tag zu Tag mehr wie Strafe an“

Aber trotz ihrer zahlreichen Erfolge verlor sie zuletzt die Lust an ihrem Sport, wie sie zugab: „Das Radfahren war nicht mehr das, was mir Freude bereitete, und es fühlte sich von Tag zu Tag mehr wie eine Strafe an.“

Im gesamten Jahr 2026 war sie bisher noch komplett ohne Renn-Start gewesen. „Ich liebe den Sport, er ist mein Leben, und ich wollte mich niemals mit einem Gefühl des Hasses davon verabschieden“, gab Cadzow als Grund für das Ende ihrer Laufbahn an.

Sie habe in diesem Jahr viel probiert. Eine echte Lösung, die ihr die Freude am Sport zurückbringe, habe sie aber nicht gefunden: „Ich habe mir viele Szenarien im Kopf durchgespielt, zum Beispiel nur Zeitfahren zu fahren, und ich hatte das große Glück, für kurze Zeit dem neuseeländischen Bahnradteam beitreten zu dürfen.“

„Auch wenn meine Karriere kurz war, war es mehr, als ich mir je hätte erträumen können. Nur drei Jahre, nachdem ich als 19-Jährige mit dem Radsport begonnen hatte, zu Olympia zu fahren. Ich bin so dankbar dafür“, schrieb die 24-Jährige.

Cadzow richtet Appell an junge Sportlerinnen und Sportler

Zum Abschluss ihres Statements wandte sich die Neuseeländerin dann an junge Sportlerinnen und Sportler. Für die Talente hatte Cadzow eine ganz wichtige Nachricht.

„An die jungen Fahrerinnen und Fahrer da draußen. Haltet eure Freunde nah bei euch und eure Familie noch näher. Baut euch einen Kreis auf, der euch unterstützt, und vertraut ihm, weil wenn ihr irgendwann aufgehört habt, werden das diejenigen sein, die an eurer Seite stehen“, erklärte Cadzow.