Die WM vor dem Fernseher verfolgen zu müssen, hat Erling Haaland nur ganz schwer ertragen.
„Ich habe meine Batterien wieder aufgeladen. Zu sehen, wie andere Spieler bei der Weltmeisterschaft treffen, motiviert mich irgendwie und ärgert mich zugleich“, sagte der Torjäger von Manchester City nach dem 3:1 (1:0) bei Leeds United bei Prime Video.
Mit zwei Toren (51., 64.) meldete sich der 22-jährige Norweger gleich standesgemäß aus der Zwangspause zurück, Englands Fußballmeister hält durch den Sieg den Rückstand auf Tabellenführer FC Arsenal bei fünf Punkten.
Für den Ex-Dortmunder Haaland waren es die Tore Nummer 19 und 20 in seinem erst 14. Ligaspiel in Englands Eliteliga.
Haaland ärgert sich: „Muss härter trainieren“
„Ich denke, dass er wegen der Verletzung noch nicht in Bestform ist“, glaubt sein Trainer Pep Guardiola. „Es ist nicht leicht für ihn, seinen riesigen Körper zu bewegen, aber so lange er spielen kann, werden die Minuten besser.“
Für die kommenden Gegner bedeutet dies laut City-Coach nichts Gutes: „Ich hatte das Gefühl, dass er nicht in Bestform ist. Es ist nur eine Frage der Zeit. Er ist immer eine unglaubliche Gefahr für den Gegner.“
Mit seiner bisherigen Trefferanzahl wäre Haaland in zehn der bislang 30 Premier-League-Spielzeiten Torschützenkönig geworden – doch ihn wurmten vor allem die ausgelassenen Chancen: „Ich hätte fünf Tore machen können, das ist die Wahrheit. Ich muss härter trainieren.“
Sein Doppelpack war für Haaland dennoch etwas ganz Besonderes. Immerhin wurde er in Leeds geboren, sein Vater Alf-Inge spielte von 1997 bis 2000 für die Peacocks.
„Ich muss sagen, dass es ein ganz besonderer Moment in meiner Karriere ist“, sagte Haaland junior über sein erstes Spiel an der Elland Road. „Es gehörte zu meinen verrücktesten Fantasien, für Manchester City gegen Leeds zu treffen.“