Meister Bayern München und auch ALBA Berlin haben in den Playoff-Halbfinals der Basketball Bundesliga (BBL) souveräne Siege eingefahren und sich so ihre Final-Matchbälle erspielt.
Der Titelfavorit aus München – der allerdings auf seinen erkrankten Star Andreas Obst verzichten musste – gewann das zweite Duell mit den Telekom Baskets Bonn mit 91:69 (50:27), ALBA setzte sich gegen den Pokalsieger BMA365 Bamberg Baskets mit 85:71 (46:38) durch. Beide Teams führen in der Best-of-five-Serie nun mit 2:0, zum Finaleinzug fehlt ihnen nur noch ein weiterer Sieg.
So steht es um Bayern-Star Obst
Ob Welt- und Europameister Obst im nächsten Duell wieder auflaufen kann, ist unklar: „Er hatte einen Virus. Ein Virus hat ihn kaputt gemacht“, sagte Bayerns Trainer Svetislav Pesic auf SPORT1-Nachfrage: „Ich habe auch gedacht, dass er kommt, aber er ist zu Hause geblieben. Hoffentlich wird es morgen besser.“
Die Bayern fanden nach dem holprigen Start ins Halbfinale auch ohne Obst zu alter Stärke zurück und können nach dem überzeugenden Auftritt bereits am Donnerstag (18.30 Uhr) ins Endspiel einziehen.
„Diese ersten 20 Minuten, wie wir gespielt haben, Defensive, Offensive“, lobte Pesic: „Das waren die besten 20 Minuten, seit ich hier bin. Natürlich ist man ein bisschen sauer, wenn es nicht so weiterläuft, aber auf der anderen Seite ist es eine Mannschaft, die Stolz gezeigt hat.“
Berlin träumt derweil nach dem Erfolg im zweiten Spiel von der ersten Meisterschaft seit 2021. Das Finale könnten sie ebenfalls am Donnerstag (20.30 Uhr) in Bamberg klarmachen.
In München gelang den Gastgebern mit einem 11:0-Run ein Blitzstart. Anders als am Samstag, als das Team von Trainer Svetislav Pesic noch im letzten Viertel einem Rückstand hinterherlief, war es nun mit einem zwischenzeitlichen Vorsprung von 27 Punkten deutlich überlegen.
Obst-Ersatz mit guter Leistung
Lediglich im dritten Viertel leisteten sich die Bayern einen Durchhänger (20:27). Die meisten Punkte für den Meister steuerte Shooting Guard Xavier Rathan-Mayes bei (20), der für Obst in die Startformation rückte.
Die Berliner gingen früh in Führung und hielten diese im gesamten Spiel knapp aber konstant aufrecht. Nur im zweiten Viertel konnte Bamberg gut mithalten, dank eines Dreiers von Point Guard Martin Hermannsson mit Klang der Pausensirene gewann Alba jedoch auch dieses mit 18:17.
Nach der Halbzeit baute das Team aus der Hauptstadt seine Führung auf zwischenzeitlich 20 Punkte aus und war nicht mehr einzuholen. Bester Werfer war, wie schon im ersten Spiel am vergangenen Samstag, Jack Kayil (17). Auch Hermannsson zeigte mit 16 Punkten einen starken Auftritt.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)