Dass es in einem WM-Halbfinale zwischen Argentinien und England eng zugehen könnte, liegt auf der Hand. So bereitete sich Keeper Jordan Pickford auf ein mögliches Elfmeterschießen vor. Der Engländer hatte aber wohl nicht damit gerechnet, dass der Spickzettel nach der Partie in die Hände der Argentinier wandern würde.
Nach dem 2:1-Sieg der Südamerikaner kursierte ein Video in den Sozialen Medien. Die argentinischen Stars schauten neugierig und sichtlich amüsiert auf einen Zettel, der an einer Trinkflasche klebte. Auf dem hatte Pickford sämtliche 23 argentinischen Elfmeterschützen und deren bevorzugte Ecke vermerkt.
Inklusive eigener Handlungsanweisungen, wie zum Beispiel: „Messi: Fake left – dive right“ (zu Deutsch: Täusche links an, abtauchen nach rechts). Bei Enzo Fernández sollte der Goalie des FC Everton einfach stehen bleiben, bei Thiago Almada lautete der Rat: Entscheide nach Tagesform („Feel on the Day“).
Nach Abpfiff ließ der enttäuschte Pickford den Zettel im Tor liegen und sorgte damit für Gelächter aufseiten Argentiniens. Lionel Messi und mehrere Mitspieler amüsierten sich und reichten die Flasche untereinander weiter.
Luis Martín, Fitnesstrainer der Argentinier, teilte ein Bild von der Szenerie via Instagram und kommentierte: „Schade, dass wir nicht denselben Plan hatten.“ Den Beitrag löschte er später jedoch wieder.
WM 2026: Pickford bei Gegentoren machtlos
Pickfords Vorbereitungen auf ein Elfmeterschießen stellten sich letztendlich als nutzlos heraus. Der Keeper der Three Lions, der zuvor mehrmals stark pariert hatte, war sowohl bei Enzo Fernández‘ sehenswertem Treffer aus der Ferne, als auch bei Lautaro Martínez‘ Kopfball aus kurzer Distanz machtlos und musste zusehen, wie Argentinien das Final-Ticket bereits in der regulären Spielzeit löste.
Große Kritik mussten sich eher seine Vorderleute und Cheftrainer Thomas Tuchel gefallen lassen. Schließlich hatte Pickford der argentinischen Offensivpower zeitweise als einziger etwas entgegenzusetzen.