Mit zwölf Toren und neun Assists hat sich Yan Diomande in seiner Debütsaison schnell zum Leistungsträger bei RB Leipzig entwickelt. Logisch, dass der 19-Jährige damit auch bei anderen Klubs auf sich aufmerksam gemacht hat.

Trotzdem bekannte er sich klar zu RB. Konkret darauf angesprochen, ob er nächste Saison in Leipzig bleibe, antwortete er klar und knapp mit „Ja“.

Stürmt Yan Diomande auch nächste Saison für RB Leipzig?
Stürmt Yan Diomande auch nächste Saison für RB Leipzig?Stürmt Yan Diomande auch nächste Saison für RB Leipzig?© IMAGO/Fotostand

Gleichzeitig sind auch die eigenen Ansprüche groß. „Ich bin in Leipzig unter Vertrag und spiele gerne hier. Aber danach weiß niemand, was passiert. Jeder hat Ambitionen, auch ich. Mein Traum ist es, so hoch wie möglich zu spielen“, gab Diomande noch an.

Klares Bekenntnis zu Leipzig

In Leipzig winkt dem Offensivspieler nach einer erfolgreichen Saison eine Gehaltsaufbesserung.

In einer schwierigen privaten Phase nicht unwichtig für den Ivorer: „In Afrika hat Geld einen anderen Stellenwert, alle haben große Familien, auch ich. Es wird also schwierig, wenn kein Geld da ist. Meine Mutter ist schwer krank, RB Leipzig kümmert sich um sie. Das geht nur mit Geld.“

Diomande musste seine Familie – die unter bescheidenen Verhältnissen lebte – schon als Zehnjähriger verlassen, um den Traum vom Fußball verfolgen zu können. Kurz vor seinem Wechsel nach Spanien verstarb seine kleine Schwester. Leicht hatte er es nie.

WM-Gegner für Deutschland

Umso erstaunlicher ist der steile Aufstieg.

Dass der Flügelflitzer in seiner ersten Bundesliga-Saison so einschlagen würde, war bei weitem nicht selbstverständlich. 20 Millionen bezahlte Leipzig im Sommer nach Leganés, um das umworbene Talent loszueisen. Gerade einmal sechs Monate spielte er für den spanischen Zweitligisten, es war seine erste Profistation in Europa.

Mit der Elfenbeinküste trifft Diomande bei der WM auf Deutschland
Mit der Elfenbeinküste trifft Diomande bei der WM auf DeutschlandMit der Elfenbeinküste trifft Diomande bei der WM auf Deutschland© IMAGO/DeFodi Images

Ab da ging der Weg weiter steil nach oben. Im Oktober folgte die erste Nominierung für die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste. Beim anschließenden Afrika-Cup stand er in allen fünf Spielen auf dem Platz. Folgerichtig ist also auch sein Platz im WM-Kader der Ivorer.

Der deutsche Gruppengegner geht ambitioniert in seine erste Weltmeisterschaft: „Wir wollen nicht einfach nur dabei sein. Man weiß zwar nicht, wie es laufen wird, aber wir wollen nicht nur mitmachen und eine Statistenrolle spielen.“

Das DFB-Team habe dabei als Gegner keinen Sonderstatus: „Deutschland ist immer noch eine der besten Mannschaften der Welt, aber wir werden alle Gegner gleich behandeln und keine Mannschaft höher einschätzen als die andere.“