Medaillenkandidat Merlin Hummel hat bei der Leichtathletik-EM nur mit Mühe die Qualifikation für das Hammerwurf-Finale geschafft. Der Vizeweltmeister von Tokio blieb am Montagvormittag in der Gruppe A mit 75,49 m mehr als sechs Meter unter seiner Saisonbestleistung und verpasste die für den direkten Finaleinzug geforderten 78,00 m klar.
Hummel zittert sich ins Finale
Hummel musste bis zum Abschluss der folgenden Gruppe B zitterten, schaffte es aber schließlich als Zehnter in die Medaillenentscheidung der zwölf Besten am Dienstagabend (20.10 Uhr). Auch sein Frankfurter Vereinskollege Sören Klose überstand als Achter (75,80) die Qualifikation.
„Das ist sicher eine der schlechtesten Qualifikationen, die ich jemals abgelegt habe“, sagte Hummel: „Aber ich hatte schon mal so eine schlechte Qualifikation, danach lief alles gut.“
Bester der Vorentscheidung war der Tscheche Volodymyr Myslyvchuk mit 79,61 m. Ausgeschieden als 13. ist der formschwache Tokio-Olympiasieger Wojciech Nowicki (Polen), der zuletzt dreimal in Folge EM-Gold geholt hatte