Stand die bittere Pleite des FC Bayern München gegen den SV Werder Bremen (Endstand: 0:1) bereits fest, bevor die Partie überhaupt begonnen hatte? Das nicht, aber ein Spieler war sich trotzdem „ziemlich sicher“.

Was es damit auf sich hat?

“Ich war mir ziemlich sicher, dass …“

In der Mixed Zone waren die Bremer nach dem Überraschungs-Coup in München in Feierlaune. Als Romano Schmid sich den Fragen der Reporter stellte, überraschte er mit seinen Aussagen.

„Ich war mir ziemlich sicher, dass wir heute das Spiel gewinnen werden, auch gestern schon.“ Als Schmid gefragt wurde, wie er zu der Behauptung kam, ruderte er ein wenig zurück: „Keine Ahnung, einfach vom Gefühl her“, entgegnete er. Dann hob er die Trainingswoche und die Stimmung in der Mannschaft hervor, es sei die perfekte Ausgangslage gewesen, um am Sonntagnachmittag in der Allianz Arena zu bestehen.

Der deutsche Rekordmeister agierte über weite Strecken in der Offensive zu harmlos. Es war die erste Niederlage seit über 15 Jahren, damals hatte Werder die Bayern – ebenfalls in München – mit 5:2 geschlagen. Was er zu der Zeit (2008) gemacht habe? „Ich glaube, da war ich noch nicht mal bei Sturm Graz“, befand der 23-Jährige und geriet dabei ins Lachen.

Matchwinner Weiser gibt sich selbstbewusst

Die Tragweite des Erfolges sei dem Mittelfeldmann noch nicht bewusst, doch man habe sich endlich mal belohnt, was laut Schmid längst überfällig war. „Wir werden Woche für Woche kritisiert, aber heute gibt es nichts zu kritisieren – glaube ich. Diesmal hatte ich einfach im Gefühl, dass wir gewinnen“, führte er aus.

Zum Abschluss fand der Österreicher noch lobende Worte für Matchwinner Mitchell Weiser und geriet dabei regelrecht ins Schwärmen: „Wahnsinn, wie er den da unter die Latte knallt. Weltklasse! Er ist ein extrem wichtiger Spieler für uns.“

Als Ex-Bayern Spieler Weiser auf die Prophezeiungen seines Teamkollegen angesprochen wurde, kam er auf die Kader-Konstellation zu sprechen. „Wir sind einfach ein paar freche Jungs.“ Angesprochen darauf, dass Bayern ja einen Rechtsverteidiger suche, kam Weiser aus dem Lachen gar nicht mehr raus und strotze nur so vor Selbstbewusstsein. Ob er durch seinen heutigen Auftritt in den Fokus geraten sei? „Das denke ich auch so“, sagte er in frecher Manier. Dann begannen sich die überglücklichen Bremer den Feierlichkeiten zu widmen.