Nach seinem schlimmen Sturz Mitte Januar befindet sich Aleksander Aamodt Kilde weiterhin in der Reha. Dabei hat er mit den Folgen des Abflugs noch immer zu kämpfen. „Zum ersten Mal habe ich wirklich die Konsequenzen dieses Sports und eines Sturzes mit so viel Wucht gespürt“, schildert er im Interview mit Eurosport und ergänzt, „es fiel mir lange Zeit schwer, daran zu glauben, dass ich das alles wieder tun kann. Das war mental für mich sehr schwierig – und noch viel schwerer zu akzeptieren.“
Dementsprechend schwer ist es ihm auch gefallen, an seinem Comeback zu arbeiten. Doch mittlerweile sieht er Licht am Ende des Tunnels. „Es läuft aktuell ungefähr so, wie ich es mir erhofft und bei einigen Dingen auch erwartet habe“, berichtet der Alpin-Star.
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Ski-Star lässt Comeback offen
Am meisten Sorgen macht ihm derzeit noch seine Schulter. Aktuell falle es ihm immer noch „schwer, sie richtig zu bewegen und die gewohnten Abläufe durchzuziehen.“ Daher ist an ein schnelles Comeback noch nicht zu denken. Er könne jetzt noch nicht sagen, ob er in der kommenden Saison ein „’normales‘ Rennen fahren kann“.
Selbst auf ein mögliches Datum wolle er sich jetzt noch nicht festlegen. „Aber natürlich werde ich alles tun, um so schnell wie möglich wieder dabei zu sein“, meint er kämpferisch.
Kilde traurig über Wechsel von Braathen nach Brasilien
Dabei wird er dann auch auf zwei Rückkehrer treffen. Schließlich wird nicht nur Lucas Braathen nach seinem Zoff mit dem norwegischen Skiverband zurückkommen, sondern auch Marcel Hirscher.
Die beiden Stars werden dabei für ein anderes Land an den Start gehen. Während Hirscher für die Niederlande an den Start geht, startet Braathen für Brasilien. „Es tut mir im Herzen weh, vor allem im Fall von Lucas Braathen, denn er ist ein guter Freund und ein großartiger Skifahrer. Das norwegische Team hat einen Siegfahrer und einen tollen Mannschaftskameraden verloren“, meint Kilde.
Auf der einen Seite hat der Norweger Verständnis für die Entscheidung, auf der anderen Seite auch nicht. „Gerade Lucas Braathen wählt einen aus meiner Sicht eher speziellen Weg“, sagt er und ergänzt, „aber er hat seine Argumente und es ist wichtig, dass er glücklich damit ist.“
„Unglaublich!“ Ski-Star schwärmt von Shiffrin
Und weiter: „Ich freue mich sehr auf die Saison und hoffe, dass ich eine Rolle spielen kann“, schildert der 31-Jährige.
Unterstützung erhält er dabei von Mikaela Shiffrin. Das Paar verlobte sich jüngst und wird bald heiraten. „Wenn man dem wichtigsten Menschen in seinem Leben einen Heiratsantrag macht, ist das eine ziemlich einfache Sache“, sagt Kilde.
Die US-Amerikanerin „bedeutet mir alles“, weswegen er auch den Rest seines Lebens mit ihr verbringen will. „Mikaela ist unglaublich, und auch in solch schweren Zeiten spürt man ihre Fürsorge und wie sehr sie mich unterstützt und all die positiven Dinge, die sie in mein Leben gebracht hat“, sendet der Speed-Spezialist eine Liebesbotschaft an seine Partnerin.