Die Oberhofer Festspiele von Johannes Thingnes Bö haben eine goldene Fortsetzung gefunden.
Der 29 Jahre alte Norweger war auch in der Verfolgung über 12,5 km nicht zu schlagen und holte sich im dritten Rennen den dritten WM-Triumph. (NEWS: Alles zur Biathlon-WM 2023)
Johannes Kühn wurde als bester Biathlet des Deutschen Skiverbandes mit drei Schießfehlern (+2:27,1 Minuten) starker Sechster. Eine Podestplatzierung verpasste er beim letzten Schießen, als er zweimal daneben schoss.
Kurios: Die plötzliche Chance auf Edelmetall hatte Kühn überhaupt nicht auf dem Schirm. „Ich ärgere mich gar nicht über den letzten Schuss, weil ich nicht gemerkt habe, um wie viel es geht. Ich habe es erst in der Strafrunde realisiert, dass die anderen auch Fehler geschossen haben“, schilderte der 31-Jährige am SPORT1-Mikrofon.
Beim vierten Schießen leisteten sich Sebastian Samuelsson, Tarjei Bö sowie Vetle Sjastad Christiansen im Kampf um Platz drei allesamt zwei Strafrunden und öffneten die Tür für den DSV-Läufer, der dahinter in Lauerstellung lag.
Kühn trotzdem happy, Doll mit starker Aufholjagd
Trotzdem sei Kühn glücklich mit Rang sechs und ergänzte: „Klar wäre es schön gewesen, wenn ich um die Medaillen hätte kämpfen können. Aber selbst wenn ich den letzten Schuss getroffen hätte, hätte man erstmal schauen müssen, ob es gereicht hätte.“
Überrascht von den bisherigen guten Resultaten in Oberhof ist Kühn nicht. „Ich war eher überrascht, wie schlecht ich vorher war“, scherzte er.
Roman Rees (2/+3:04,5) kam auf Rang zehn, Justus Strelow (1/+3:10,5) landete auf dem elften Platz. Benedikt Doll, als 55. ins Rennen gestartet, machte 40 Plätze gut und kam nach zwei Schießfehlern (+3:23,8) noch als 15. ins Ziel.
Überflieger Bö gewann nach fehlerfreier Schießleistung mit beachtlichen 1:11,2 Minuten vor seinem Teamkollegen Sturla Holm Lägreid (0) und Sebastian Samuelsson aus Schweden (2/+1:54,1). Für den überragenden „JTB“ war es bereits die 15. WM-Goldmedaille. (NEWS: Bö verrät Dominanz-Geheimnis)
Bei den Männern geht es am Dienstag mit dem Einzelrennen über 20 km weiter.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)
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