Zweite Staffel, zweites Podest: Die deutschen Biathleten haben beim Weltcup in Hochfilzen im Rennen über 4×7,5 km den dritten Platz belegt.

Das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) mit Justus Strelow, Johannes Kühn, Benedikt Doll und Roman Rees musste sich nach einer Strafrunde und fünf Nachladern mit 28,6 Sekunden Rückstand nur Olympiasieger Norwegen um Überflieger Johannes Thingnes Bö (1+7) und Schweden (0+8/+20,0) geschlagen geben. (SERVICE: Alle Rennen und Ergebnisse)

Dabei sah es nach dem ersten Wechsel nicht sonderlich gut für das DSV-Quartett aus. Strelow hatte mit seinem Stock zu kämpfen, weswegen er nur auf Position neun übergeben konnte. „Ich habe den Stock selber weggetreten im Getümmel. Das passiert immer mal und ist nervig. Das hat mich ziemlich gestresst auf der ersten Runde und war natürlich ungünstig“, haderte er später im ZDF mit seiner Runde.

Aber Johannes Kühn war – ebenso wie das ganze Team – an diesem Tag in ausgezeichneter Laufform und nahm der Spitzengruppe Sekunde um Sekunde in der Loipe ab. Ärgerlich, dass er beim Stehendschießen nicht fehlerfrei blieb, sondern in die Strafrunde musste. „Stehen tu ich mich einfacher schwerer als liegend. Die erste Runde war brutal schwer. Da hat jeder Vollgas gegeben. Im Stehen war es dann schwierig und ich habe versucht zu kämpfen.“

Benedikt Doll krallt sich den Podestplatz

Dennoch konnte er zwei Plätze gutmachen bis er Roman Rees auf die weitere Aufholjagd schickte. Und der holte weiter auf. Mit einer ebenfalls hervorragenden Laufleistung brachte er Deutschland in Schlagdistanz Richtung Podest. „Ich wollte dem Benni (Benedikt Doll, Anm. d. Red.) einen so kleinen Rückstand wie möglich mitgeben, damit er nicht gleich zu Beginn so pacen muss. Hoffentlich kann er es jetzt halten. Ein Podium hintenraus wäre schon ein Erfolg.“ (NEWS: Alles zum Biathlon)

Diesen Erfolg realisierte Benedikt Doll auf der Schlussrunde und schob sich noch vor Frankreich auf den dritten Rang. „Die Techniker haben einen Riesenjob gemacht. Mein Ski lief richtig geil. Das war auch der Grund, warum ich auf der Schlussrunde so Druck machen konnte.“

Zum Auftakt des Winters hatte das DSV-Team in Kontiolahti schon Rang zwei belegt. Für Deutschland war es zwei Monate vor der Heim-WM in Oberhof bereits der sechste Podestrang der Saison. (SERVICE: Alle Weltcupstände)

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mit Sport Informationsdienst SID