Beim Skicross kommt es ab und an schon mal zum Körperkontakt. Schließlich rasen die Athleten in dieser Disziplin nicht alleine den Hang herunter, sondern zu viert.
Was sich aber Youri Duplessis Kergomard erlaubt hat, ging eindeutig zu weit. Im Viertelfinale beim Weltcup auf der Reiteralm fuhr der Franzose bei hohem Tempo kurz vor dem Ziel im Duell mit Tim Hronek den Ellbogen aus.
Der Deutsche, der bis dahin auf Rang zwei gelegen hatte, stürzte spektakulär – und zog sich dabei eine blutige Nase zu.
Allerdings: Während Kergomard anschließend dem Ziel entgegenraste, beendete der Österreicher Robert Winkler sein Rennen freiwillig und kümmerte sich noch auf der Strecke um den verletzten Hronek.
Eine Fair-Play-Geste, die bei Fans und Athleten große Anerkennung fand – nachträglich auch sportlich belohnt wurde.
Denn: Weil Kergomard für seine Rambo-Aktion nach dem Rennen disqualifiziert wurde, rückte Winkler für ihn ins Halbfinale nach.
Für Hronek gab es indes kein Happy End. Der gebürtige Traunsteiner schied durch seinen unverschuldeten Sturz aus.