Die Chicago Bulls trauern um einen dreimaligen Meisterspieler aus der Ära von Michael Jordan: Stacey King ist im Alter von 59 Jahren gestorben. Das Team teilte die Nachricht am Sonntag mit.

Klub-Boss Jerry Reinsdorf würdigte King als „geliebtes Mitglied der Bulls-Familie“ und erinnerte an dessen „Freude, Energie, Humor, Offenheit und Leidenschaft“.

Teil des ersten „Three-peat“ mit Michael Jordan

King startete seine NBA-Karriere 1989 bei den Bulls und blieb fünf Spielzeiten in Chicago. In den frühen 90ern gehörte der Big Man zum Kader des ersten „Three-peat“ und gewann an der Seite von Michael Jordan und Scottie Pippen zwischen 1991 und 1993 drei Meisterschaften.

Der 2,11 Meter große Center und Power Forward war in seiner Zeit bei den Bulls kein Stammspieler, nach einem vielversprechenden Rookie-Jahr fielen seine Leistungen ab und er begann die meisten Partien auf der Bank. Viele Experten der damaligen Zeit waren enttäuscht von der Entwicklung des Nummer-6-Picks im Draft von 1989.

Im Februar 1994 tauschten die Bulls King in einem Trade mit den Minnesota Timberwolves gegen den späteren Meister-Center Luc Longley ein. King lief später auch für die Miami Heat, Dallas Mavericks und Boston Celtics auf, am Ende seiner aktiven Karriere spielte er auch für Antalya in der Türkei.

Zweite Karriere als populärer Kommentator

Jüngere Fans verbanden King vor allem mit seiner zweiten Karriere: Er stieg in der Saison 2006/07 ins TV-Team der Bulls ein und wurde 2008 zum wichtigsten Color-Commentator. Er war also ein Analyst, der den Hauptkommentator unterstützte.

In einer Phase mit Höhen und Tiefen auf dem Parkett blieb eines konstant – Kings unverwechselbare Art am Mikro. Im Duo mit Play-by-Play-Mann Adam Amin erhielt er immer wieder Bestnoten.

Vor dem Sprung in die NBA schrieb King auch am College Schlagzeilen: Für Oklahoma war er First-Team All-American und Big Eight Player of the Year 1988/89, sein Trikot mit der Nummer 33 hängt im Lloyd Noble Center unter dem Hallendach.

In der NBA kam King auf 438 Einsätze mit im Schnitt 6,4 Punkten und 3,3 Rebounds. Zur Todesursache machte der Klub keine Angaben. King hinterlässt vier Söhne.