Der Traum vom ersten Titel in Wimbledon war für Alexander Zverev gerade erst wenige Minuten geplatzt, da fand er schon zurück zu seinem Humor und sorgte für einen lustigen Moment bei der Siegerehrung. Der Hamburger scheiterte fünf Wochen nach seinem Triumph bei den French Open im Endspiel von Wimbledon mit 7:6, 6:7, 3:6, 4:6 an Jannik Sinner. (Wimbledon 2026 täglich im LIVETICKER)

Zum zehnten Mal in Serie behielt der Südtiroler im Duell mit Zverev damit die Oberhand. Das war dem Deutschen auch sofort bewusst, als er auf dem Center Court ans Mikrofon trat. „Jannik, ich mag dich nicht mehr. Zehn Mal habe ich jetzt gegen dich verloren“, sagte der 29-Jährige und grinste den Rivalen an. Das Publikum lachte.

Jannik Sinner schlug Alexander Zverev im Finale von Wimbledon
Jannik Sinner schlug Alexander Zverev im Finale von WimbledonJannik Sinner schlug Alexander Zverev im Finale von Wimbledon© IMAGO/Propaganda Photo

Wimbledon: Zverev gratuliert Sinner und ist stolz

Dann wurde Zverev ernster: „Glückwunsch natürlich an ihn. Er hat einmal mehr gezeigt, weshalb er der beste Spieler der Welt ist. Es war schön, den Court mit dir hier zu teilen im Finale. Nochmal: Glückwunsch – auch an sein Team. Ihr verdient es natürlich auch.“

Für Zverev ist es in seinem fünften Major-Finale die vierte Niederlage. Er wäre der erste Spieler seit der Einführung der Open Era 1968 gewesen, der nach seinem ersten Titel direkt beim folgenden Major den zweiten Sieg gefeiert hätte. 

„Wir hatten trotz dieser Niederlage fantastische zwei Monate. Wir kamen hier her und waren nie im Viertelfinale. Ich bin jetzt 29 Jahre alt und kann ernsthaft daran glauben, den Titel holen zu können“, fügte Zverev dann an. Er wandte sich zum Abschluss an das Publikum und die vielen Stars auf der Tribüne. „Es ist so besonders hier vor der Royal Box zu spielen. Es sind immer so viele bedeutende Leute hier. Das ist ganz besonders und einzigartig. Es ist eine riesige Ehre, auf diesem Platz zu stehen. Das ist ganz sicher.“

Wimbledon: Zverev und Sinner scherzen bei Siegerehrung

Als wenige Momente später Sinner zum Interview kam, hatte er den Witz von Zverev übrigens nicht vergessen.

„Ihr habt mit dem Grand-Slam-Titel in Paris ein großes Ziel erreicht. Du warst heute so nah dran. Wenn du so spielst, wirst du das Ding auch mal zu Hause haben. Jetzt willst du die Nummer eins werden und du bist sehr nah dran. Ich muss gut aufpassen“, scherzte der Italiener und fing an zu lachen.