Die Tour de France 2006 hängt dem früheren Radrennprofi Jens Voigt bis heute nach – und zwar aus einem bestimmten Grund.
„Das ist einer der ganz wenigen wunden Punkte, über den ich bestimmt auch nicht mehr hinwegkommen werde in meinem Leben“, gab Voigt in seiner Rolle als Eurosport-Experte zu. Der 54-Jährige sprach damit konkret seine verpasste Auszeichnung als kämpferischster Fahrer bei der Frankreich-Rundfahrt vor 20 Jahren an.
Statt des Deutschen wurde damals der Spanier David de la Fuente am Ende der Tour für seinen gezeigten Kampf- und Sportsgeist mit der Ehrung gewürdigt. Für Voigt bis heute nicht ganz nachvollziehbar.
Tour de France: Voigt fühlt sich bei Auszeichnung benachteiligt
„Ich war einen Tag länger in der Gruppe als er. Ich hatte auch einen Kilometer mehr Fluchtgruppe als er – und ich hab’s nicht gekriegt“, schilderte er. „Ich glaube, da werde ich bis an mein Lebensende dran kauen. Das ärgert mich immer noch.“
Voigt äußerte jedoch auch eine Theorie, warum er am Ende leer ausgegangen war. „Ich glaube, ich habe es nicht bekommen, weil ich in diesem Jahr eine Etappe gewonnen habe. Da haben sie gesagt: ‚Komm, der Voigt hat seine Etappe und dann geben wir’s dem anderen, der hat nichts.‘“
Voigt, der seine professionelle Karriere 2014 beendete, triumphierte bei der Tour de France 2006 auf der 13. Etappe. Fünf Jahre zuvor hatte er bereits die 16. Etappe des prestigeträchtigsten Radrennens der Welt gewonnen. Insgesamt nahm Voigt 17-mal an der Frankreich-Rundfahrt teil.