Noch kein Pflichtspiel gespielt – und trotzdem schon entlassen: Dieses kuriose Schicksal hat Trainer Stuart Maynard beim englischen Viertligisten York City ereilt, nur drei Monate nach der umjubelten Rückkehr in den Profifußball.
„Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung von außen betrachtet seltsam oder schwer nachvollziehbar wirken mag. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass der Verein dadurch langfristig stärker aufgestellt sein wird“, hieß es in einer Stellungnahme des Klubs.
Der Vorstand erklärte, es sei „keine leichte Entscheidung“ gewesen, sie sei aufgrund „unterschiedlicher Auffassungen über die Ausrichtung und Vision des Vereins“ getroffen worden.
Maynard führt York dramatisch zurück
Maynard hatte York im April nach zehnjähriger Abwesenheit unter dramatischen Umständen zurück in die English Football League geführt. Erst in der 13. Minute der Nachspielzeit fiel der Ausgleichstreffer zum Remis gegen den Titelkonkurrenten Rochdale – ein Sieg hätte Rochdale selbst zum Meister und Aufsteiger in die League Two gemacht. Maynard hatte die „Minstermen“ erst im August 2025 übernommen.
„Wir hoffen, dass wir uns durch unsere Bilanz der stetigen Verbesserung über die Jahre hinweg ein gewisses Maß an Vertrauen erworben haben“, teilte York zur Trennung weiter mit: „Gleichzeitig verstehen wir, dass nicht jeder dieser Entscheidung sofort zustimmen oder sie auf Anhieb vollends nachvollziehen kann.“
Das erste Ligaspiel der Saison findet am 15. August gegen die Bristol Rovers statt.