„Absoluter Mist“: Zverev übt Davis-Cup-Kritik
Der US-Open-Sieger appelliert an die Turnier-Verantwortlichen, den alten Modus wieder zurückzuholen.
Alexander Zverev genoss die Standing Ovations nach dem Einzug in die Davis-Cup-Endrunde, doch ganz ohne Kritik kam der Tennisstar auch in Halle nicht aus. Diesmal stieß sich der US-Open-Champion am durchaus umstritten Modus des Wettbewerbs. „Ich hoffe, dass die Entscheider beim Davis Cup irgendwann mal aufmachen und sehen, was der echte Davis Cup ist. Denn dieses Wochenende war der echte Cup“, sagte Zverev nach dem 3:1 gegen Kroatien.
Dass das Teamturnier inzwischen in einer Finalwoche an einem neutralen Ort seinen Sieger findet, ist Zverev ein Dorn im Auge. „Das, was wir in Bologna spielen, ist absoluter Mist. Ich hoffe, wir kehren wieder zum alten Format zurück“, schimpfte der 29-Jährige, der in Halle seine beiden Einzelmatches souverän für sich entschied.
Für Zverev lebt der Wettbewerb von Heim- und Auswärtsspielen, euphorischen Zuschauern und dem besonderen Gemeinschaftserlebnis einer Mannschaft mit ihrem Publikum. Den aktuellen Modus hatte er bereits in Vergangenheit als „Showturnier“ bezeichnet.
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In Bologna peilt die deutsche Auswahl den ersten Davis-Cup-Titel seit 1993 an. Es ist davon auszugehen, dass Zverev dabei sein wird – auch wenn er noch keine endgültige Zusage geben wollte. „Bis Bologna sind es noch zwei Monate Zeit. Ich habe noch viele Turniere vor mir“, sagte er. Dass er den Modus nicht möge, sei jedenfalls „kein Geheimnis. Das sage ich jedes Jahr aufs Neue.“