Rekordweltmeister Sébastien Ogier hat nach seinem schweren Unfall bei der Rallye Finnland seine Hoffnungen auf den Gewinn eines zehnten WM-Titels praktisch aufgegeben.

„Nach einem großartigen Auftakt ist die Rallye Finnland natürlich nicht so zu Ende gegangen, wie wir es geplant hatten. Unsere Hoffnungen in der Meisterschaft (WRC) haben sich mehr oder weniger aufgelöst“, schrieb der Franzose am Montag auf Instagram.

Ogier, der am Samstag gemeinsam mit seinem Beifahrer Julien Ingrassia bei hoher Geschwindigkeit von der Strecke abgekommen war, blieb ebenso wie sein Landsmann unverletzt. Die beiden mussten nach dem spektakulären Unfall in ihrem Toyota allerdings zur Beobachtung ins Krankenhaus. Durch den Ausfall verlor der Titelverteidiger im Kampf um die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) entscheidend an Boden.

Ogier gab sich aber auch kämpferisch: „Es stehen noch vier Läufe in dieser Saison an. Vincent Landais und ich werden mit nur einem Ziel dabei sein: sie alle zu gewinnen.“

Ogier schied in Führung liegend aus

Ogier war in Finnland kurzfristig wieder mit seinem langjährigen Weggefährten Ingrassia an den Start gegangen, weil sein aktueller Co-Pilot Vincent Landais aus persönlichen Gründen fehlte. Das Duo lag im Toyota in Führung, ehe es auf der 17. Wertungsprüfung bei rund 140 km/h zu einem heftigen Abflug mit mehreren Überschlägen kam. Das Fahrzeug wurde dabei zerstört.

Die Rallye gewann Toyotas finnischer Fahrer Sami Pajari. In der WM-Wertung liegt Ogier, Weltmeister von 2025, nur auf Rang fünf. Vor ihm befinden sich die Toyota-Piloten Oliver Solberg, Takamoto Katsuta, Pajari und Spitzenreiter Elfyn Evans. Bis Saisonende stehen noch die Rallyes in Paraguay, Chile, Italien und Saudi-Arabien auf dem Programm.