Das ist ein großer Rückschlag für George Russell im Rennen um den WM-Titel der Formel 1. Der Brite schied in Spa bereits in der ersten Runde nach einem Zusammenprall mit dem Ferrari von Lewis Hamilton aus. Beide Piloten kollidierten – und Russell landete mit seinem Mercedes im Kiesbett.
Nach der langen Geraden war Hamilton bereits am Konkurrenten auf Rang vier vorbei, doch vor der Rechtskurve wollte Russell zurückdrängen und wurde gedreht. Vor dem Start hatte sich Russell wieder WM-Hoffnungen gemacht und war mit 154 Zählern nah dran an Spitzenreiter Kimi Antonelli (179). Durch den dritten Ausfall im zehnten Rennen kann nun aber Lewis Hamilton vorbeiziehen (147).
„Das ist ein schlimmer Moment für George Russell“, kommentierte Sky-Kommentator Sascha Roos. „Und er kann gar nicht so viel dafür.“
Russell scheidet in erster Runde aus
Russell selbst gab Hamilton bei Sky gar keine Schuld: „Ich kam aus der Kurve eins hinter Verstappen und hatte keine Power mehr. Ich wurde direkt von drei Autos überholt. Es ist eine harte Strafe für Lewis. Aber nochmal: Ich habe die ganze Geschwindigkeit auf der Geraden verloren.“
Auch Sky-Experte Timo Glock sah keine Schuld bei Lewis Hamilton: „Ein Rennunfall ist es am Ende. Russell geht nun mal ein Risiko ein, sich von so weit hinten wieder daneben einzusortieren. Da kann ein Hamilton nicht mehr rausziehen, weil die Kurve zu eng wird. Hamilton ist dem ausgeliefert. Vielleicht war das zu viel gewollt von George, weil er die Ferrari nicht beide an sich vorbeilassen wollte.“
Auch Hamilton betonte im Teamradio direkt: „Da war ein Auto direkt vor mir. Ich konnte nirgends hin.“ Trotzdem wurde Hamilton von den Rennkommissaren mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt.
Russell wütete derweil und beschimpfte sein eigenes Team, weil er auf der Geraden zuvor viel zu langsam war. Gleich mehrmals benutzte er das F-Wort. „Was zur Hölle ist passiert. Ich hatte gar keine Batterie. Das ist nicht akzeptabel. Es ist nicht akzeptabel, was das ganze Wochenende angeht.“