Amy Hunt ist schon jetzt eine der großen Stars der Leichtathletik-EM in Birmingham. Die britische Sprinterin sicherte sich über 100 m und 200 m die Goldmedaille und avancierte dabei bei ihren Heimspielen zur Sprint-Queen.
Die 24-Jährige überraschte nach ihrem Sieg über 200 m am Donnerstagabend in 22,19 Sekunden jedoch mit einer Offenbarung: Vor der Europameisterschaft hatte sie mit enormen gesundheitlichen Probleme zu kämpfen – und wäre in der Vorbereitung einige Male beinahe ohnmächtig geworden.
„Ehrlich gesagt denke ich, dass die 100 Meter mental am härtesten sind. Und die 200 Meter sind körperlich am härtesten. Ich hatte dieses Jahr eine Menge gesundheitlicher Dinge, teils wirklich, wirklich niedrigen Blutdruck. Die 200er waren richtig beängstigend“, sagte die Doppel-Europameisterin: „Ich war dieses Jahr nach vielen meiner 200-Meter-Läufe fast ohnmächtig.“
Leichtathletik-EM: Hunt will noch zwei weitere Goldmedaillen
Von einem ähnlichen Erlebnis blieb Hunt bei der EM bisher zum Glück verschont. Nach dem 200-Meter-Finale konnte sie augenscheinlich unbeschwert die Ehrenrunde vor den heimischen Fans genießen.
Auch mit ihrer sportlichen Performance zeigte sie sich sehr zufrieden: „Ich musste da einfach reingehen, in die Kurve kommen und richtig mutig sein. Es war ein großartiges Rennen.“
„Das entwickelt sich zu einer magischen Woche, an die ich mich für den Rest meines Lebens erinnern werde“, freute sich Hunt über die bisher starken Wettkämpfe. Bei zwei Goldmedaillen soll es für die Sprint-Queen übrigens nicht bleiben. In den beiden Staffelwettbewerben könnten gar noch zwei weitere Goldmedaillen dazukommen.
Am Wochenende tritt sie in der 4×100-Meter-Staffel und zusätzlich in der Mixed-4×100-Meter-Staffel an. „Es ist noch nicht vorbei. Ich hoffe, ihr habt mein Gesicht noch nicht satt“, scherzte Hunt.