Für die englische Fußball-Nationalmannschaft ist der Traum vom WM-Titel nach der 1:2-Niederlage gegen Argentinien im Halbfinale vorbei – und auf der Insel ist auch die Enttäuschung über Harry Kane groß.

Der Kapitän und Torjäger kommt in den Analysen nach der Partie alles andere als gut weg. Der Superstar des FC Bayern war kaum in die Partie eingebunden und konnte – abgesehen von seiner Vorlage zum einzigen Treffer seines Teams – kaum Input liefern. SPORT1 hat die Bewertungen Kanes in den internationalen Medien gesammelt.

Harry Kane zeigte gegen Argentinien keine gute Leistung
Harry Kane zeigte gegen Argentinien keine gute LeistungHarry Kane zeigte gegen Argentinien keine gute Leistung© IMAGO/TheNews2

England

Daily Mail (5 von 10 Punkten): „In der ersten Halbzeit hatte er keinen Ballkontakt im Strafraum, doch das ist mittlerweile ein Markenzeichen dieses Turniers geworden. Seine besten Aktionen zeigte er aus tieferen Positionen, und sein Pass nach vorne leitete den Spielzug ein, der zum Tor von Gordon führte. Dennoch hatte er bis zum Ende des Spiels keinen Ballkontakt im Strafraum und gab keinen Torschuss ab. Ein schwacher Abend.“

The Sun (5 von 10 Punkten): „Ein Spiel mit wenigen Chancen für Harry – und insgesamt – bei seinem 121. Länderspiel, mit dem er Wayne Rooney überholte. Doch es war sein langer Pass, der den Angriff einleitete, der zu Gordons Tor führte.“

SkySports (5 von 10 Punkten): „Der englische Kapitän hatte keinerlei Einfluss auf das Spiel. Er kämpfte völlig auf sich allein gestellt, insbesondere als England versuchte, einen Vorsprung zu verteidigen. Er bot keine Anspielstation, als England diese gebraucht hätte.“

The Guardian (5 von 10 Punkten): „Durch seinen langen Pass gelang England der Treffer. Er wird jedoch sehr enttäuscht sein, dass er nicht mehr zum Spielgeschehen beitragen konnte.“

ESPN (5 von 10 Punkten): „Der englische Kapitän war isoliert und konnte keinen nennenswerten Torschuss abgeben. Ab der 72. Minute verbrachte er zu viel Zeit mit Verteidigungsarbeit, obwohl sich in dieser Situation, in der die „Three Lions“ in Führung lagen, mehr Raum für Angriffe eröffnet hätte.“

Frankreich

L’Équipe (3 von 10 Punkten): „Seine sehr durchschnittliche Leistung reichte für einen Anwärter auf den Ballon d’Or nicht aus. Der Stürmer des FC Bayern verpasste Pässe, die er normalerweise nicht verfehlt (45.+3, 90.+6), ging vor dem eigenen Strafraum Risiken ein (60., 76.) und schoss kein einziges Mal aufs Tor.“

Foot Mercato (3,5 von 10 Punkten): „Die große Enttäuschung des Abends auf englischer Seite. In der ersten Halbzeit kam er kaum ins Spiel und konnte die gegnerische Abwehr zu keinem Zeitpunkt unter Druck setzen. Natürlich tat er das, was er immer tut: Er ließ sich weit zurückfallen, um seine Mitspieler wie ein Quarterback anzuspielen, und half in der Verteidigung mit. Aber man hatte mehr von ihm erwartet, insbesondere technisch gesehen in den engen Räumen. Es gelang ihm nie, den Freiraum zu finden, den er braucht, um zu glänzen.“

USA

Sports Illustrated (6,2 von 10 Punkten): „England war in diesem Sommer oft auf Kanes gnadenlose Durchschlagskraft angewiesen, doch in Atlanta zeigte der Kapitän eine seiner schwächeren Leistungen.“