Diese Extrawurst für Gastgeber USA sorgt für Ärger! Belgiens Fußballverband (RBFA) will gegen die aufgehobene Sperre gegen den Amerikaner Folarin Balogun bei der WM vorgehen.

Die RBFA prüfe „derzeit alle möglichen Optionen“, hieß es in einer Stellungsnahme bei Instagram. Man sei „erstaunt“ über die Entscheidung der FIFA, den eigentlich gesperrten Balogun passend zum Achtelfinale der Gastgeber zu begnadigen.

Folarin Balogun flog mit Rot vom Platz - darf bei der WM aber weiter spielen
Folarin Balogun flog mit Rot vom Platz – darf bei der WM aber weiter spielenFolarin Balogun flog mit Rot vom Platz – darf bei der WM aber weiter spielen© IMAGO/ZUMA Press Wire

Belgien sauer: Durfte die FIFA Balogun überhaupt begnadigen?

Die Belgier verweisen vor allem auf Artikel 66.4 des FIFA-Disziplinarkatalogs, der eine Kehrtwende wie im Fall Balogun eigentlich verhindert.

Mittelstürmer Balogun hatte im Sechzehntelfinale glatt Rot gesehen. Die FIFA erklärte am Sonntag jedoch, die ursprüngliche Sperre von einem Spiel zur Bewährung ausgesetzt zu haben und berief sich dabei auf Artikel 27. Balogun ist somit im Achtelfinale am Dienstag (2.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Belgien spielberechtigt.

Die RBFA stützte sich auf den Artikel 66.4, der besagt, dass eine Rote Karte automatisch zu einer Sperre für das nächste Spiel führt. Der belgische Verband verwies zudem auf ein vor dem Start der WM verschicktes Rundschreiben, in der auf diese Regel hingewiesen worden sei.

Balogun war gegen Bosnien-Herzegowina vom Platz gestellt worden (64.), nachdem er Tarik Muharemovic unbeabsichtigt und unglücklich auf das Sprunggelenk gestiegen war.

WM 2026: Trump-Anruf bei Infantino soll die Sperre aufgehoben haben

Besonders pikant: Zuvor soll laut New York Times US-Präsident Donald Trump FIFA-Präsident Gianni Infantino persönlich gebeten haben, die Sperre zu überprüfen.

„Trump bat die FIFA um eine Prüfung von Baloguns Sperre. Jetzt darf er spielen“, titelt die New York Times bissig. Die Kehrtwende sei „Kehrtwende ist höchst ungewöhnlich und es ist das erste Mal seit 1962, dass die FIFA einem Spieler erlaubt hat, in einem Spiel anzutreten, obwohl er eigentlich gesperrt gewesen wäre.“

Außerdem, kommentiert die Times, geschehe das „zudem zu einem Zeitpunkt, an dem Infantino seit Jahren versucht, sich bei Trump beliebt zu machen. Im vergangenen Jahr hat die FIFA den FIFA-Friedenspreis ins Leben gerufen und ihn Trump verliehen – mitten in der öffentlichen, aber erfolglosen Kampagne des Präsidenten, den Friedensnobelpreis zu gewinnen.“

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)