Christoph Kramer fordert einen anderen Umgang mit Jamal Musiala. Die ständige Diskussion, wann seine Rückkehr zu alter Form stattfindet, würde den 23 Jahre alte Deutschen nach seiner schweren Verletzung nur noch mehr unter Druck setzen.

„Wenn du mit jedem Spiel immer wieder gefragt wirst: ‚Hör mal, was ist denn eigentlich mit dir los?‘ Das ist nie förderlich“, erklärte der ZDF-Experte. Der Bayern-Offensivmann ist nach seiner schweren Verletzung, die ihn knapp ein halbes Jahr zum Zuschauen verdammte, noch nicht wieder auf dem Niveau der vergangenen Saison und sucht kurz vor dem WM-Auftakt der DFB-Auswahl am Sonntag gegen Curacao (19 Uhr im LIVETICKER) nach seiner Topform.

Findet Jamal Musiala gegen Curacao seine alte Form wieder?
Findet Jamal Musiala gegen Curacao seine alte Form wieder?Findet Jamal Musiala gegen Curacao seine alte Form wieder?© IMAGO/Icon Sportswire

Um den „alten“ Musiala wieder zurückzubekommen, sei es dabei nicht hilfreich, den Spieler unter Druck zu setzen. Fragen wie: „Wie sieht es denn eigentlich bei dir aus?“ oder „Bei wie viel Prozent bist du?“ hält Weltmeister von 2014 für kontraproduktiv, „weil das beinhaltet, ’so richtig bei 100 Prozent bist du noch nicht‘, und das ist nicht gut. Wir sollten ihm vertrauen und ich hoffe, dass er dieses Vertrauen, das wird er auch gegen Curacao, früh zurückzahlt“.

Platzt Musialas Knoten gegen Curacao?

Geht es nach dem Ex-Gladbach-Spieler, könnte ein positiver Turnierstart gegen den Underdog aus Curacao bei Musiala einen Formanstieg einläuten: „Es macht etwas mit Spielern, mit jungen Spielern, mit jedem Spieler, wenn er gut in ein Turnier reinkommt, wenn er vielleicht mal zwei Scorer hat, dann ist der größte Druck irgendwie weg. Wenn Offensivspieler früh in einem Turnier treffen, dann kann es hoch hinausgehen.“

Kommt die deutsche Offensive um Havertz, Sané, Musiala und Co. sofort ins Rollen, stände einer gelungenen Weltmeisterschaft Kramer zufolge wenig im Wege: „Dann haben wir eine wunderbare WM, vor allen Dingen mit Jamal Musiala.“