Nach den mitunter desaströsen Auftritten bei der WM wurden dem DFB-Team vor allem fehlender Wille und Einsatz vorgeworfen. Diese gefühlte Wahrheit lässt sich nun aber auch konkret an einer Statistik festmachen.

In jedem der vier Duelle lag die Zweikampfquote im DFB-Team laut Opta bei unter 50 Prozent. Bedeutet konkret: Mehr als jeder zweite Zweikampf ging für die Mannschaft von Julian Nagelsmann verloren. Seit Beginn der Datenerfassung 1966 ist das deutscher Negativrekord.

Einmal mehr das Nachsehen: Joshua Kimmich und das DFB-Team verloren fast jeden zweiten Zweikampf bei der WM
Einmal mehr das Nachsehen: Joshua Kimmich und das DFB-Team verloren fast jeden zweiten Zweikampf bei der WMEinmal mehr das Nachsehen: Joshua Kimmich und das DFB-Team verloren fast jeden zweiten Zweikampf bei der WM© IMAGO/Anadolu Agency

WM: Bittere Zweikampfquote für den DFB

Im ersten Spiel gegen Curacao lag die Erfolgsquote bei 48 Prozent, gegen die Elfenbeinküste waren es schon nur noch 47 Prozent. Den „Höchstwert“ gab es mit 49 Prozent bei der umkämpften Niederlage gegen Ecuador.

Bezeichnend ist die magere Quote von 45 Prozent beim zahnlosen Ausscheiden gegen Paraguay. In Summe ergeben die Zahlen einen Durchschnittswert von gerade einmal 47 Prozent.

Trainer Julian Nagelsmann hatte nach dem Ecuador-Spiel noch vehement widersprochen, als er auf ein mögliches Einstellungs- und Mentalitätsproblem seiner Mannschaft angesprochen wurde. Deniz Undav und Joshua Kimmich hatten später eingeräumt, der damalige Gegner hätte es durchaus „mehr gewollt.“