Das war kurios! Beim WM-Auftakt der USA gegen Paraguay (Endstand: 4:1) hat sich nach Wiederanpfiff eine durchaus ungewöhnliche Szene abgespielt.

Was war passiert? In der 50. Minute zückte der niederländische Schiedsrichter Danny Makkelie die Gelbe Karte und verwarnte US-Verteidiger Tim Ream nach einem vermeintlichen Foul an Gegenspieler Miguel Almirón.

Schiedsrichter Danny Makkelie in Aktion
Schiedsrichter Danny Makkelie in AktionSchiedsrichter Danny Makkelie in Aktion© IMAGO/Pro Shots

WM 2026: Plötzlich schaltet sich der VAR ein

Der darauffolgende Freistoß war sogar schon ausgeführt worden, als sich plötzlich der VAR einschaltete. Im TV wurde als Grund eine „Spielerverwechslung“ angegeben.

Makkelie schaute sich die Szene am Monitor am Spielfeldrand noch einmal an und kam zu dem Entschluss, dass Ream gar kein Foul begangen hatte. Also nahm der Unparteiische die Gelbe Karte wieder zurück und verwarnte stattdessen Almirón wegen einer Schwalbe.

Eine durchaus kuriose Szene. Durch das Los Angeles Stadium ging ein lautes Raunen, auch Magenta-Kommentator Benni Zander war verwundert.

Auch nach dem Schlusspfiff war die Szene noch Thema. Moderatorin Laura Wontorra wandte sich an Experte Mats Hummels und fragte: „Was ist eigentlich passiert und worüber müssen wir uns morgen beschweren?“

Hummels erahnte, dass es sich vielleicht um eine neue Regel handelt, meinte aber auch: „Es klingt für mich ein bisschen so, dass die Spielerverwechslungs-Thematik Vorwand gewesen ist, dass er sich die Szene nochmal anschauen kann, weil verwechselt hat er davor auf jeden Fall nichts.“

Darum durfte der Videoschiedsrichter eingreifen

Der Eingriff ist tatsächlich auf eine Regeländerung der FIFA zurückzuführen, bei der der VAR neue Befugnisse bekommen hat. Ab sofort darf der Videoschiedsrichter „bei einer Spielerverwechslung, die zu Gelb oder Rot für einen falschen Spieler führt“ eingreifen.

Die Szene hatte sich beim Stand von 3:0 ereignet. Paraguay wirkte in der ersten Halbzeit über weite Strecken überfordert, die Amerikaner hingegen waren kaum zu stoppen.

Reyna mit Traumtor kurz vor Schluss

Die USA gingen früh durch ein Eigentor von Damián Bobadilla in Führung (7.). Folarin Balogun sorgte mit einem Doppelpack noch vor dem Pausenpfiff für klare Verhältnisse (31., 45.+5).

In der zweiten Halbzeit ging die USA dann ein wenig vom Gas. Mauricio verkürzte in der 73. Minute für Paraguay auf 1:3.

Der Gladbacher Giovanni Reyna sorgte mit einem traumhaften Treffer für ein echtes Highlight und den 4:1-Endstand (90.+8). Mit viel Gefühl setzte er den Ball per Außenrist neben den linken Pfosten.