Brisante Szene kurz vor dem WM-Gruppenspiel zwischen England und Ghana. Nachdem beide Nationalhymnen abgespielt wurden, kam es zu den obligatorischen Shakehands – doch Englands Djed Spence verweigerte Ghanas Thomas Partey den Handschlag.
Als das ghanaische Team an den Engländern vorbeilief, lief zunächst alles wie gewohnt ab. Als Partey dann bei Spence war, nahm der Außenverteidiger seine Hand herunter. Sein Gegenspieler guckte kurz verdutzt hoch, aber ging sofort weiter.
Mit den anderen englischen Akteuren konnte Partey das Abklatschen durchführen.
Vergewaltigungsvorwürfe gegen Partey
Hintergrund ist, dass er von der britischen Staatsanwaltschaft wegen insgesamt sieben Fällen der Vergewaltigung und eines Falls von sexueller Nötigung angeklagt wird. Die mutmaßlichen Straftaten gegen drei Frauen sollen sich zwischen 2021 und 2022 ereignet haben und werden von Partey selbst zurückgewiesen.
Der Prozess soll Anfang des Jahres 2027 stattfinden. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt offiziell die Unschuldsvermutung.
Intern soll dies im Team von Nationaltrainer Thomas Tuchel aber kein Thema gewesen sein, denn man wollte sich wohl ausschließlich auf das Sportliche konzentrieren.
WM 2026: Buhrufe der Fans gegen Partey
Für Partey ist es das erste Spiel bei der laufenden WM, denn beim Auftakt gegen Panama, welcher im kanadischen Toronto ausgetragen wurde, fehlte er.
Aufgrund der Vorwürfe wurde ihm die Einreise ins Land verwehrt. Da das Duell gegen England aber in den USA stattfand, konnte er wieder auflaufen.
Spences verweigerter Handschlag war nicht die einzige Reaktion auf den umstrittenen Spieler. Als Parteys Name im Vorfeld bei der Durchsage der Startaufstellung auf der großen Videowand eingeblendet wurde, gab es im Stadion in Boston laute Buhrufe.