Raphael Guerreiro und der FC Bayern München gehen getrennte Wege! Wie der deutsche Rekordmeister am Montagnachmittag bekanntgab, wird der im Sommer auslaufende Vertrag des Portugiesen nicht verlängert – es ist der zweite feststehende Abgang nach dem von Leon Goretzka.-

Sportvorstand Max Eberl ließ sich in einer Klubmitteilung zitieren: „Wir möchten uns bei Rapha herzlich für die gemeinsame Zeit bedanken: Auf Rapha war auf dem Platz immer Verlass, zudem bereichern Charaktere wie er jede Kabine. Die Gespräche mit ihm waren gut, vertrauens- und verständnisvoll. Jetzt konzentrieren wir uns mit ihm zusammen auf unsere Ziele bis zum Sommer – gemeinsam wollen wir noch einiges erreichen.“

Bundesliga: Guerreiro vom BVB zu Bayern

Guerreiro war 2023 ablösefrei vom Ligarivalen Borussia Dortmund in die bayerische Landeshauptstadt gewechselt und kommt seitdem wettbewerbsübergreifend auf 89 Pflichtspiele, in denen er zwölf Tore erzielen und weitere acht Assists beisteuern konnte. In der laufenden Saison kommt der Linksfuß bisher auf 22 Einsätze in allen Wettbewerben.

Insbesondere die Vielseitigkeit seiner Einsatzmöglichkeiten – ob als Linksverteidiger, im zentralen Mittelfeld, oder gar auf der linken Offensivseite – hatten den Portugiesen so interessant gemacht. Guerreiro galt als ein Lieblingsschüler von Ex-Coach Thomas Tuchel, unter dem auch schon in Dortmund gespielt hatte.

Unter Tuchel stand Guerreiro noch oft in der Startelf, unter Kompany in der aktuellen Bundesliga-Saison nur noch viermal. Drei Tore und drei Vorlagen steuerte er in der Liga dennoch bei.

Europameister von 2016 verlässt Bayern – unklar wohin

Auch in der Nationalmannschaft war Guerreiro lange Zeit ein gefragter Mann: 2016 wurde er unter anderem an der Seite von Cristiano Ronaldo Europameister, kam insgesamt auf 65 Einsätze (vier Tore) – wurde zuletzt aber von Nationalcoach Roberto Martinez nicht mehr berücksichtigt.

Wohin es Guerreiro ab der kommenden Saison verschlägt, ist noch nicht bekannt.

Es ist die zweite Personalie, die der FC Bayern am Montag öffentlich machte: Bereits am Vormittag hatte der Rekordmeister verkündet, dass man sich ab dem kommenden Sommer die Dienste des österreichischen Junioren-Nationalspielers Matteo Maric gesichert habe.