Bayerns Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hat die Partnerschaft mit Ruanda erneut verteidigt. Das ostafrikanische Land mit etwa 13 Millionen Einwohnern steht regelmäßig in der Kritik, vor allem Anschuldigungen zur schwierigen Menschenrechtslage im Land, mangelnder Pressefreiheit und Unterdrückung der Opposition wurden jüngst laut.
„Man sollte Respekt haben, nicht nur aus einer deutschen, einer europäischen Brille alles zu beurteilen, sondern aus einem Land heraus, in dem ganz andere historische Möglichkeiten da waren“, betonte Dreesen in der BR-Sendung Blickpunkt Sport und wies auf die wirtschaftlich wie historischen Umstände Ruandas hin.
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„Ruanda hat keinen Zugang zum Meer, Ruanda hat keine größeren Industrien, Ruanda hat bis heute an dem Genozid zu tragen, der vor fast 30 Jahren stattgefunden hat“, erklärte der Vorstandschef. Dennoch sei Ruanda heute „eines der stabilsten Länder in Afrika“.
Dreesen über Kritik: Ruanda noch nicht so weit, „wie wir uns das wünschen“
Indirekt gab Dreesen jedoch zu, dass die Kritik an Ruanda nicht vollumfänglich ungerechtfertigt ist. „Wir dürfen nicht die Augen davor verschließen, dass womöglich in diesem Fall beispielsweise Dinge noch nicht so sind, wie wir uns das wünschen würden“, so der Bayern-Boss.
Für Dreesen könne man Ruanda jedoch nicht „mit unseren Maßstäben aus einem Deutschland heraus messen“, in dem man in einer „großen freien Welt und einer freien Gesellschaft“ aufgewachsen ist.
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„Und deswegen sagen wir, wir wollen den Wohlstand unterstützen. Deswegen haben wir diese Partnerschaft ‚Visit Rwanda‘, um den Tourismus zu unterstützen“, argumentierte Dreesen und warb für den Slogan: „Er bringt Wohlstand, er schafft Arbeitsplätze, dadurch kann Infrastruktur geschaffen werden. Und deswegen sind wir da.“
FC Bayern: Dreesen lobt Afrika als „Kontinent der Chancen“
Neben der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Komponente steht der Fußball-Aspekt im Vordergrund, wo wiederum der FC Bayern profitieren möchte.
„Wir wollen den Jugendfußball unterstützen, Mädchen und Jungen zum Fußball bringen“, erklärte der Vorstandschef des Rekordmeisters, der Afrika als den „Kontinent der Chancen“ bezeichnete.
„Es sind dort ganz viele Möglichkeiten, es sind fußballbegeisterte Menschen dort, ein junger Kontinent“, fuhr Dreesen fort. „Viele fantastische junge Spieler kommen aus Afrika. Das ist der Grund, warum wir aus sportlichem Gesichtspunkt nach Afrika gehen.“