Hallo Fußball-Freunde,

auch das Champions-League-Aus gegen Villarreal hat wieder gezeigt, dass der FC Bayern ein Problem in Sachen Kaderbreite hat.

Das ist aktuell das große Thema. Breite allein reicht allerdings nicht aus. Die muss auch mit Qualität besetzt werden. (TRANSFERMARKT: News und Gerüchte im Ticker)

Außer Gnabry war da nicht mehr viel

Gegen Villarreal hat man die Ersatzbank gesehen und sich gefragt: Wenn es in der 70. Minute 0:0 steht, wen können die eigentlich noch bringen, der den Unterschied macht? Außer Gnabry war da nicht mehr viel. Daran werden sie arbeiten müssen.

Natürlich hat Bayern finanziell nicht die Möglichkeiten wie die englischen Klubs. Dennoch müssen sie sich in der Breite besser aufstellen, um international im nächsten Jahr eine Rolle zu spielen. Wenn sie das nicht schaffen, wird der Abstand Jahr für Jahr immer größer. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Nagelsmanns Debüt-Saison? Enttäuschend

Wie ist die Debüt-Saison von Julian Nagelsmann beim Rekordmeister nun zu bewerten? Fakt ist, dass die zwei oder drei entscheidenden Spiele nicht in Ordnung waren.

Das kann man an den Führungsspielern festmachen. Wenn es darauf ankam, waren sie nicht da. Nach solchen Spielen beurteilt man eine Saison bei Bayern München. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Und dann ist sie enttäuschend. Man muss auch die Spieler in die Pflicht nehmen, dass sie sich damit auseinandersetzen und sich hinterfragen: Warum waren wir in diesen entscheidenden Spielen nicht da? (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Wenn Lewandowski ein Problem hat …“

Zur Causa Robert Lewandowski: Wenn er ein Problem mit der Trainingsmethodik hat, muss er zum Trainer gehen und mit ihm reden. (BERICHT: Vor allem zwei Stinkstiefel bei Bayern)

Der Trainer wird schon auf ihn hören, wenn irgendetwas umgestellt werden sollte. Für die Fans ist wichtig zu wissen, ob es mit Lewandowski über 2023 hinausgeht, oder dann ein Cut gemacht wird.

Der Titan ist zurück! Im STAHLWERK Doppelpass lässt sich Bayerns Vorstandsvorsitzender nichts gefallen - und wehrt sich gegen die Aussagen zweiter Journalisten.

Der Titan ist zurück! Im STAHLWERK Doppelpass lässt sich Bayerns Vorstandsvorsitzender nichts gefallen – und wehrt sich gegen die Aussagen zweiter Journalisten.

Auf der anderen Seite haben Lewandowski, Neuer, Müller und Gnabry Verträge bis 2023. Ich sehe da nicht so den Druck drauf.

Bayern München ist bei Lewandowski in der Lage zu sagen: Du wirst den Vertrag bis 2023 erfüllen. Wenn du dann gehen willst, ist es okay. Dann machen wir auch die Tür auf.

Der aktive Oliver Kahn ist Vergangenheit

Zuletzt gab es ja auch immer wieder Kritik an Oliver Kahn. Dem Vorstandsvorsitzenden der Münchner wurde vorgeworfen, sich in der Öffentlichkeit zu sehr zurückzuhalten.

Allerdings muss man unterscheiden: Der aktive Oliver Kahn ist Vergangenheit. Jetzt hat er eine neue Rolle. Dass er da nicht wöchentlich zu allem Stellung bezieht, ist logisch. (Kahns furioser Auftritt im Doppelpass)

Er füllt die Rolle gut aus. Auch er wird aber am Erfolg gemessen. Diese Saison war nicht richtig erfolgreich. In seinen Augen sehe ich aber den Hunger, es besser zu machen und im nächsten Jahr in der Champions League wieder voll da zu sein.

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nCAPTION: SPORT1 Bundesliga Classics: Oliver Kahns Wut-Attacken
nDESCRIPTION: Neben seiner Weltklasse, ist Oliver Kahn auch bekannt für seine Ausraster auf dem Platz: 2004 gibt es die letzte Aktion gegen Werder-Stürmer Miroslav Klose.

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Gladbachs Auftritt war unter aller Sau

Aber auch noch ein paar Worte zu Borussia Mönchengladbach. Ich habe das 1:3 gegen den 1. FC Köln gesehen und war sprachlos. Das war unter aller Sau.

Bei solchen Derbys muss die Hütte brennen. Da geht es gar nicht so ums Taktische, sondern darum, dass jeder bereit ist, von der ersten Minute an da zu sein. Das hat man überhaupt nicht gesehen.

Es gab keine Führung auf dem Platz. Mittlerweile habe ich aber auch das Gefühl, dass es keine Führung in der Führung gibt. Das könnte für die Zukunft ein Problem werden. Gladbach hat ja immer den Traum, international zu spielen. Es könnte sein, dass das in den nächsten Jahren nicht funktionieren wird.

Auch in der Mannschaft wird es Veränderungen geben müssen. Sie müssen sich von Spielern trennen, die nicht bereit sind, permanent ans Limit zu gehen. Und dann muss man den Finger in die Wunde legen. Das erwarte ich von den Verantwortlichen.

Bis bald,

Euer Stefan Effenberg.

Stefan Effenberg hat 2001 mit dem FC Bayern die Champions League gewonnen. Mit den Bayern und Borussia Mönchengladbach wurde er zudem mehrmals Deutscher Meister und Pokalsieger. Seit Sommer 2018 gehört der 53-Jährige zum festen Experten-Team des STAHLWERK Doppelpass.

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Stefan Effenberg hat 2001 mit dem FC Bayern die Champions League gewonnen. Mit den Bayern und Borussia Mönchengladbach wurde er zudem mehrmals Deutscher Meister und Pokalsieger. Seit Sommer 2018 gehört...