Die Verantwortlichen von Paris Saint-Germain hätten sich diese erneute Unruhe gerne erspart.
Wenige Stunden vor einem eminent wichtigen Liga-Spiel in Nizza – nach bereits acht Pflichtspiel-Niederlagen allein 2023 – lagen die Nerven ohnehin schon blank.
Der französische Meister veröffentlichte im Laufe des Donnerstags einen kurzen Werbeclip für seine Dauerkarten-Kampagne im Hinblick auf die kommende Spielzeit.
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Darin schwärmt Kylian Mbappé von Klub und Fans. Andere Spieler wie etwa Lionel Messi, Neymar oder Marco Verratti sind gar nicht oder kaum zu sehen.
Mbappé fühlt sich von PSG betrogen
Der Haken: Der französische Stürmerstar war darüber ganz offensichtlich nicht informiert worden und dachte ursprünglich, dass dieses Interview für einen ganz anderen Zweck benutzt werden würde.
Auf seinem Instagram-Account erklärte er: „PSG ist ein großer Klub und eine große Familie – aber es ist nicht Kylian Saint-Germain.“
Was steckt nun hinter seiner genervten Reaktion?
Warum sich Mbappé so aufregt
Dass es rein um die Bildrechte geht, glauben nur die Wenigsten. Allerdings darf man auch bezweifeln, dass er in diesem Clip nicht erscheinen wollte, weil man nicht definitiv davon ausgehen sollte, dass er auch 2023/24 das PSG-Trikot trägt
Denn die Bosse des Hauptstadt-Klubs planen vorerst bis Juni 2024 mit dem Superstar.
Sportdirektor Luis Campos arbeitet bereits auf Hochtouren daran, den Kader umzukrempeln und eine konkurrenzfähige Elf rund um Mbappé aufzubauen.
Der in Bondy geborene Frankreich-Held will jedoch keinesfalls, dass er in der Öffentlichkeit dermaßen im Vordergrund steht.
Dabei fürchtet er wohl die bösen Blicke seiner Teamkollegen in der Kabine, wo ein gewisser Neid spätestens seit seiner spektakulären Vertragsverlängerung im vergangenen Sommer – die ihn zum bestbezahlten Sportler aller Zeiten machte – herrscht.
„Das schadet dem Verein!“
„Dieser Verein kommt einfach nicht zur Ruhe“, meinte Ex-PSG-Spieler Vincent Guérin bei SPORT1.
„Ich weiß nicht, was bei diesem Fall genau schieflief und wer die Schuld trägt, aber es wäre ja vernünftiger, wenn solche Geschichten in den vier Wänden des Camp des Loges (PSG-Trainingsgelände, Anm. der Redaktion) bleiben und nicht jedes Mal in der Öffentlichkeit ausgetragen werden. Das schadet ja dem Verein.“
PSG-Boss Al-Khelaifi greift ein!
Um die Gemüter einigermaßen zu beruhigen, änderte Präsident Nasser Al-Khelaifi seine Agenda und kam früher als gedacht nach Paris, um das Gespräch mit etlichen Spielern – darunter Mbappé – zu suchen, unter vier Augen aber auch vor versammelter Mannschaft.
„Heute Morgen beim Training hat Kylian einen guten Eindruck hinterlassen, er war gut gelaunt“, meinte PSG-Coach Christophe Galtier lapidar auf der Pressekonferenz vor dem Nizza-Spiel. „Ich glaube, diese Geschichte gehört bald der Vergangenheit an.“
So wie sich der neue FC Hollywood aus Paris zuletzt präsentierte, kann es allerdings nicht mehr lange dauern, bis das nächste Problem aus dem Nichts auftaucht – vor allem, wenn PSG gegen das seit zwei Monaten ungeschlagene Nizza die dritte Niederlage in Folge kassiert.