Joel Embiid ist mit einer 70-Punkte-Gala in einen äußerst exklusiven Kreis von NBA-Spielern vorgedrungen – und das am 18. Jahrestag der 81 Zähler des früheren Lakers-Superstar Kobe Bryant am 22. Januar 2006.
Embiid, MVP der abgelaufenen Saison, ist erst der neunte Spieler, dem eine derartige Ausbeute in einem Spiel der nordamerikanischen Basketball-Profiliga gelang.
Beim 133:123-Sieg seiner Philadelphia 76ers gegen die San Antonio Spurs verwandelte der 29-Jährige 24 seiner 41 Würfe aus dem Feld, von der Freiwurflinie war er bei 23 Versuchen 21-mal erfolgreich. Dazu gelangen dem Kameruner starke 18 Rebounds.
Mindestens 70 Punkte in einem NBA-Spiel waren zuvor neben Bryant nur Wilt Chamberlain, David Robinson, David Thompson, Elgin Baylor, Donovan Mitchell, Devin Booker und Damian Lillard gelungen.
Embiid überholt Chamberlain bei 76ers
Chamberlain hält den Rekord, am 2. März 1962 erzielte der legendäre Center für die Philadelphia Warriors (heute Golden State Warriors) exakt 100 Punkte gegen die New York Knicks.
Am nächsten an Chamberlain heran kommt Bryant (81 Punkte am 22. Januar 2006), der 2020 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam,
Der von vielen als größter Basketballer der Geschichte gehandelte Michael Jordan hatte die Aufnahme in den den elitären Kreis indes einst haarscharf verpasst (Karrierebestwert: 69 Punkte).
Embiid dagegen überholte jenen Chamberlain nun auch als Rekordwerfer der 76ers und verbesserte die Bestmarke im Trikot des Teams um zwei Zähler.
Embiid stellt Wembanyama in den Schatten
„Es fühlt sich gut an“, sagte Embiid, der schon nach dem ersten Viertel bei 24 Punkten stand und damit auch die gute Leistung von Supertalent Victor Wembanyama (33 Punkte/7 Rebounds) klar in den Schatten stellte.
Das feierte auch NBA-Superstar LeBron James, dem trotz aller eigenen sportlichen Rekorde und Meilensteine eine solche Punkte-Performance bisher verwehrt geblieben war. Der Ausnahmespieler der Los Angeles Lakers jubilierte auf X sinngemäß: „70 Stück! Was ein Ding!“
Der Center lobte seine „extrem uneigennützigen“ Teamkollegen: „Ich war heiß und sie haben mir einfach den Ball gegeben und dafür gesorgt, dass ich in die besten Positionen komme. Meine Einstellung ist, an jedem Abend aggressiv zu sein und sowohl im Angriff wie in der Abwehr zu attackieren.“
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Zusätzlich habe Embiid das Duell mit Wembanyama motiviert. Der junge Franzose zeigte sich hinterher denn auch als fairer Verlierer und erklärte mit Blick auf Embiid: „Das war eine Inspiration, vor allem in der Offensive.“
Auch Towns-Gala mit mehr als 60 Punkten
Sixers-Trainer Nick Nurse betonte, dass die Kombination aus Größe und Können den 2,13 Meter großen Embiid so gut mache. „Er kann auf so viele Arten punkten“, sagte Nurse: „Seine schiere Größe verschafft ihm eine Menge Dinge rund um den Korb und eine Menge Freiwürfe.“
Doch auch Karl-Anthony Towns zeigte an diesem Spieltag eine herausragende Leistung, bei der 125:128-Niederlage seiner Minnesota Timberwolves gegen die Charlotte Hornets gelangen ihm 62 Punkte – etwas zu wenig für den elitären 70er-Zirkel.
Kurios: Dass mit Towns und Embiid gleich zwei NBA-Profis an einem Tag mindestens 60 Punkte erzielten, war erst das vierte Mal in der NBA-Geschichte, zuletzt passierte es vor über 45 Jahren.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)