Sieben Spiele, sieben Niederlagen: Noch nie hat ein deutscher Dartsprofi den Weltranglistenersten Luke Littler auf der PDC-Tour besiegt, nun besitzt Niko Springer die nächste Chance dazu. Der Mainzer trifft beim World Matchplay im englischen Blackpool am Samstag (ab 20 Uhr/DAZN) in der ersten Runde auf den 19 Jahre alten Titelverteidiger.

„Ich glaube, das ist wahrscheinlich das härteste Los, das man kriegen kann“, sagte Springer im Interview mit Oche180. Der 26-Jährige, die Nummer 42 der Welt, rechnet sich dennoch eine Chance aus, den Weltmeister zu schlagen: „Ich habe zuletzt besser gespielt, wenn ich auf einen höher gesetzten Gegner getroffen bin. Vielleicht kommt mir das entgegen.“

Im März letzten Jahres hatte Springer in seinem bis dato einzigen Duell den Engländer am Rande einer Niederlage, auf der Bühne des nach der WM zweitwichtigsten Turniers wäre ein deutscher Erfolg eine Sensation. „Natürlich wird es sehr schwer“, sagte Springer: „Er ist ein Weltklassespieler.“

Darts: Springer erwischt das „härteste Los“

Littler hat bisher jedes Major in dieser Saison gewonnen, beginnend mit der Weltmeisterschaft. Nach seinem zweiten Triumph im Ally Pally ließ der Teenager die Titel beim World Masters, bei den UK Open, der Premier League sowie zuletzt bei der Team-WM mit Luke Humphries folgen. Littler wäre der erste Spieler der PDC-Geschichte, der alle großen Turniere in einem Jahr gewinnt.

Verteidigt Littler auch seinen Erfolg aus dem Vorjahr beim World Matchplay erfolgreich, folgen noch der World Grand Prix, der Grand Slam, die Europameisterschaft, die ihm als einziges Major noch in seiner Sammlung fehlt, sowie die Players Championship Finals.

Und sollte Littler in den Winter Gardens von Blackpool mindestens das Finale erreichen, stößt er in nie dagewesene Dimensionen vor. Als erster Spieler überhaupt würde Littler in der Order of Merit die Marke von drei Millionen Pfund Preisgeld knacken.

Neben Springer ist auch Martin Schindler dabei. Die deutsche Nummer eins trifft am Montag zum Auftakt auf Ex-Weltmeister Gerwyn Price aus Wales.