Am Ende geriet dieser 102:97Sieg der Philadelphia 76ers gegen die Brooklyn Nets und das 3:0 in der Serie zur Nebensache!

Die Superstars James Harden und Joel Embiid haben in den Playoffs der NBA für Eklats gesorgt.

Was war geschehen? Zunächst hatte bei den 76ers Embiid für schlimme Bilder gesorgt. Der Kameruner ging nach zwei Minuten zu Boden, Gegenspieler Nic Claxton stieg über ihn rüber.

Wirbel um Embiid nach Tritt zwischen die Beine

Dann wurde es übel: Embiid reagierte mit einem harten Tritt zwischen die Beine seines Kontrahenten, bekam aber nur ein Flagrant 1 und durfte weiterspielen.

„Ich habe noch nie zuvor gesehen, dass jemand so deutlich in ein Gebiet tritt, wo niemand getreten werden will, und trotzdem weiterspielen darf“, wütete Nets-Coach Jacque Vaughn.

Und NBA-Legende Charles Barkley meinte bei TNT: „Ich habe keine Ahnung, was zur Hölle gerade abgeht. Aber er versucht, ihn wirklich zu treten. Damit habe ich ein Problem. Aber wenn du Joel im Spiel lässt, kannst du James danach nicht rauswerfen.“

Gemeint war Harden. Der Shooting Guard, mit 21 Punkten einer der Besten bei Philadelphia, kassierte im dritten Viertel ein sogenanntes Flagrant 2, nachdem er Gegenspieler Royce O‘Neale bei einem Dribbling mit der Hand zwischen den Beinen getroffen hatte.

Joel Embiid trat gegen Nic Claxton aus
Joel Embiid trat gegen Nic Claxton ausJoel Embiid trat gegen Nic Claxton aus

Harden trifft Gegner bei Dribbling – und wütet

Eine Aktion, die deutlich harmloser wirkte als die Szene um Embiid.

Dennoch: O‘Neale ging zu Boden, die Referees entschieden auf die Suspendierung Hardens.

Der zeigte sich fassungslos über die Entscheidung, wütete noch nach der Partie: Inakzeptabel! Es ist erste Mal, dass ich rausgeworfen wurde. Ich werde nicht als schmutziger Spieler abgestempelt.“

Der 33-Jährige fügte an: „Ich habe ihn nicht in einem privaten Bereich getroffen. Wenn sich jemand in der Defensive so auf dich stürzt, ist das eine natürliche Reaktion im Basketball. Ich habe ihn nicht so hart getroffen, dass er so zu Boden fallen musste. Das ist ein Playoff-Spiel. Wir haben in der Liga gesehen, dass es viel schlimmere Dinge gibt.“

Bei Brooklyn Nets fliegt auch Embiid-Kontrahent Claxton

Am Ende gab es übrigens noch eine weitere Hinausstellung: Weil sich Brooklyns Claxton nach einem Dunk eine Provokation gegen Embiid leistete, musste auch er im vierten Viertel vorzeitig duschen gehen.