Der SC Magdeburg hat seine Tabellenführung in der Handball-Bundesliga behauptet und eine gelungene Generalprobe für das Final Four des DHB-Pokals hingelegt. Der Vizemeister gewann am Sonntag 35:31 (15:14) gegen den HC Erlangen und feierte seinen siebten Ligasieg in Folge.
Mit nun 52:4 Punkten führt Magdeburg die Tabelle weiter souverän an. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger SG Flensburg-Handewitt beträgt bei noch sechs ausstehenden Spielen sieben Punkte, bester Werfer der Partie war Omar Ingi Magnusson mit 14 Treffern.
Im Hinspiel am 20. September hatte der HCE noch ein 31:31 erkämpft und war damit der erste Klub, der Magdeburg in dieser Saison Punkte abnahm. Auch im Rückspiel hatte der SCM ein dickes Brett zu bohren: Im ersten Abschnitt lief er zwischenzeitlich einem Rückstand hinterher, erst nach der Pause sorgte der Favorit für klarere Verhältnisse.
Eine kuriose Zwei-Minuten-Strafe kassierte Bennet Wiegert: Der SCM-Trainer ärgerte sich nach einem Gegentreffer in der 22. Minute gestenreich, stürzte dabei ins Feld und räumte dabei Yannik Bialowas ab, der gerade in die eigene Hälfte zurücklief. Der Erlanger konnte in der Folge weiterspielen.
Für den SCM geht es am kommenden Samstag in Köln weiter: Im Pokal-Halbfinale wartet der Bergische HC, der am Sonntag nach einem zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand im zweiten Abschnitt noch zu einem 25:25 (10:13) gegen den TVB Stuttgart kam, als Gegner. Das zweite Endspiel-Ticket spielen der TBV Lemgo Lippe und die Füchse Berlin aus. Beide treffen auch in der Liga am Abend (18.00 Uhr) aufeinander.
Der THW Kiel wahrte derweil seine Chancen im oberen Tabellendrittel und setzte sich im Nordduell beim HSV Hamburg mit 34:27 (19:14) durch. Bester THW-Werfer war Eric Johansson mit acht Treffern, zudem überzeugte Gonzalo Pérez de Vargas mit zahlreichen Paraden.