Am Ende ihres Spiels gegen die eigene Vergangenheit ärgerte sich Lucina von der Heyde vor allem über das Ergebnis. „Ich wusste, dass ich gegen Argentinien spielen muss, gegen meine ehemaligen Teamkolleginnen“, sagte die deutsche Hockey-Nationalspielerin mit argentinischen Wurzeln: „Aber jetzt spiele ich für Deutschland und bin sehr glücklich hier – und traurig wegen des Spiels.“
Ihre Emotionen habe sie während des 2:3 (0:1) im zweiten WM-Spiel gegen ihr Heimatland ausblenden können. „Das Gefühl war vor dem Spiel. Als wir angefangen haben zu spielen, habe ich alles vergessen“, sagte die 29-Jährige. Sie wollte „einfach das Spiel gewinnen. Wir haben einen guten Job gemacht.“
Deutschland unterliegt nur knapp
Zwar kämpften sich von der Heyde und ihr Team gegen den Favoriten nach 0:2-Rückstand nochmal zurück, durch mehrere strittige Entscheidungen ging die Partie aber verloren und die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) steht vor dem letzten Gruppenspiel unter Druck. Gegen Tabellenführer USA muss am Mittwoch (14.00 Uhr) ein Sieg her, um die Zwischenrunde aus eigener Kraft zu erreichen.
Angesichts der guten Leistung gegen den Vizeweltmeister von 2022 verbreitete von der Heyde aber Zuversicht. „Wir wussten, dass Argentinien ein sehr starkes Team ist mit sehr guten Spielerinnen und viel Emotionen“, sagte sie: „Jetzt sagen die jungen Spielerinnen: Wenn wir so gegen Argentinien spielen, können wir jeden schlagen.“