Viel war los beim Klassiker zwischen dem BVB und FC Bayern! SPORT1 liefert fünf Beobachtungen rund um das Spiel und aus den Katakomben, die Sie im TV nicht mitbekamen.

Häme für BVB-Stadionsprecher

Norbert „Nobby“ Dickel und die Fans des FC Bayern werden sicher keine Freunde mehr. Der BVB-Stadionsprecher heizte den Heimfans vor dem Anpfiff ordentlich ein – und erntete dafür schon erste Pfiffe aus dem Gästeblock. Kurios auch der Moment nach dem FCB-Treffer zum 2:0 durch Leroy Sané in der 53. Minute, als Dickel mit einem lauten „Auf Männer, wir schaffen das noch“ zur Aufholjagd blies – und dafür viele Lacher aus der Bayern-Kurve kassierte. Doch Dickel sollte am Ende Recht behalten… (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Frust-Abgang von Kimmich und Gnabry

Nach dem 2:2 durch Anthony Modeste in der fünften Minute der Nachspielzeit brachen im Signal Iduna Park alle Dämme. Während die Dortmunder das späte Remis wie einen Sieg feierten und vor der Gelben Wand tanzten, rauschten die Münchner frustriert ab.

Joshua Kimmich war der erste Bayern-Star, der bereits um 20.30 Uhr mit wutentbrannter Miene im Bus verschwand. Drei Minuten später folgte der nach erneut schwacher Leistung schon zur Pause ausgewechselte und wie versteinerte Serge Gnabry. Auch Jamal Musiala, Benjamin Pavard und der bei seinem Comeback mit Gelb-Rot vom Platz geflogene Kingsley Coman machten sich schnell vom Acker.

Kahn: Müssen schnell in die Puschen kommen

Hingegen ließ sich die Münchner „Holland-Crew“ um Matthijs de Ligt, Ryan Gravenberch und Noussair Mazraoui noch etwas länger Zeit. Es gab viel Redebedarf – vor allem mit Dortmunds niederländischem Angreifer Donyell Malen.

Nach Tribünen-Ausraster: Der „Vulkahn“ brodelt weiter

Der Tribünen-Ausraster von Oliver Kahn nach dem Modeste-Treffer ging um die Welt. Doch der „Vulkahn“ brodelte auch noch nach Spielende weiter. Bayerns Vorstandsboss tauchte um 20.40 Uhr mit rotem Kopf und an der Seite von Präsident Herbert Hainer in den Katakomben auf, um schnurstracks den Weg in die Kabine zu suchen.

Nach dem 2:2 im Topspiel gegen Borussia Dortmund sieht Bayern-Stürmer Leon Goretzka die Schuld beim Rekordmeister.

Nach dem 2:2 im Topspiel gegen Borussia Dortmund sieht Bayern-Stürmer Leon Goretzka die Schuld beim Rekordmeister.

Gab‘s eine Ansage für die Bayern-Stars? Erst 20 Minuten später machte sich Kahn auf dem Weg in Richtung Bus, hielt vorher aber noch bei den Journalisten an, um Dampf abzulassen. „Wir müssen schnell in die Puschen kommen“, so die Message von Kahn, der sich insbesondere über die schlechte Chancenverwertung und fehlende Abgebrühtheit nach der 2:0-Führung ärgerte. Dieser Auftritt hatte was vom Spieler Kahn! (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Sané schnappt sich Bellingham-Trikot

Bayerns Torschütze zum 2:0 versuchte sich den Frust nicht anmerken zu lassen. „Sorry“, sagte Sané nur schmunzelnd und kopfschüttelnd in Richtung Journalisten, „aber nach so einem Spiel habe ich nichts zu sagen!“ Trotzdem versuchte er, die gefühlte Niederlage sportlich zu nehmen und klatschte in den Katakomben fair mit den Dortmundern ab und hielt noch den einen oder anderen längeren Plausch – allen voran mit Ex-Bayer und DFB-Kumpel Niklas Süle. Außerdem tauschte Sané sein Trikot mit Jude Bellingham.

Ein Bayern-Star bleibt im Pott

Der Bayern-Tross flog noch am Samstagabend aus Dortmund zurück nach München. Nur einer blieb im Pott: Leon Goretzka. Der gebürtige Bochumer entschied sich dazu, den für mehr als 45 Minuten eingesetzten Spielern freien Sonntag in der Heimat zu verbringen. Er war auch der letzte Bayern-Star, der den Signal Iduna Park verließ – gegen 21.30 Uhr.

Zuvor hatte kurioserweise Puma-CEO Björn Gulden in den Katakomben lange auf den 27-Jährigen gewartet, um mit ihm zu sprechen. Der Grund dafür: Guldens Sohn Henrik war einst in der Bochumer Jugend Teamkollege von Goretzka gewesen. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

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