Frust statt Frankreich: Ricarda Bauernfeind hat ihre Nichtberücksichtigung für die am Samstag beginnende Tour de France Femmes tief getroffen. „Ich bin immer noch sehr enttäuscht“, sagte die 26-Jährige dem Donaukurier: „Es kam für mich überraschend. Die letzten Wochen und Trainingseinheiten liefen richtig gut. Ich war eigentlich immer mit die Beste im Team und hatte kein Rennen, in dem ich richtig schlecht war.“
Bauernfeind hatte 2023 damals noch in Diensten des deutschen Canyon-SRAM-Teams als nach Liane Lippert zweite und bislang letzte Deutsche eine Etappen der wiederbelebten Frauen-Tour gewonnen. Seit Jahresbeginn fährt die Ingolstädterin für das deutsche Team Lidl-Trek und war fest vom dritten Tour-Start ihrer Karriere ausgegangen.
Bauernfeind ohne richtige Erklärung
Letztlich fehlte Bauernfeind im Lidl-Aufgebot, das Team mit deutscher Lizenz war schon bei der Männer-Tour ohne deutschen Fahrer gestartet. Eine Erklärung für ihr Aus hat Bauernfeind nicht. „Man bekommt nicht viele Begründungen. Es war einfach eine Entscheidung des Teams“, sagte sie. Im Profisport müsse man solche Entscheidungen akzeptieren, „sonst geht man kaputt.“
Vor allem die schwere Bergetappe mit Ziel auf dem Mont Ventoux hatte Bauernfeind bei der Tour gereizt. Nun muss sie auf Einsätze mit dem Nationalteam bei der WM im September in Montreal und der im Oktober in Ljubljana als Highlights hoffen.