Es ist mittlerweile schon fast keine Seltenheit mehr: Ein Spiel muss unterbrochen werden, weil einem oder mehreren Fans im Stadion die Sicherungen durchbrennen.

Jüngstes Beispiel: Der 1:0-Auswärtssieg des FC Porto bei Vitoria Guimaraes in der ersten Liga Portugals. In den Schlussminuten verließ ein Zuschauer die Tribüne und schlenderte – scheinbar in aller Seelenruhe – auf das Spielfeld.

Gemütlich und vor allem völlig ungehindert ging der Mann auf Vitoria-Kapitän Rochina zu und breitete dabei die Arme aus, als wolle er diesen umarmen. Als er bei dem 26-Jährigen ankam, wurde aber schnell klar, dass er etwas anderes im Sinn hatte.

Der Mann trat mit dem Fuß nach Rochina, Sekunden später wollte er auch den Flügelspieler Geny attackieren – der aber ausweichen konnte. Erst dann wurde er von herbeieilenden Ordnern gestoppt und vom Platz geführt. Das Spiel war unterbrochen, konnte aber noch zu Ende gespielt werden.

Wilde Szenen auch in der Bundesliga

Letztlich wurde niemand verletzt, dennoch wirft der Vorfall Fragen auf. Unklar ist, wie der Mann ungehindert auf das Spielfeld gelangen und dort mehrere Spieler tätlich angreifen konnte.

Zuletzt waren portugiesische Fans bereits in der Champions League auffällig geworden, als sie nach der Hinspiel-Niederlage von Benfica gegen Liverpool mit diversen Gegenständen nach den Stars des LFC warfen.

In der Bundesliga war es am Wochenende ebenfalls zu erstaunlichen Szenen gekommen. Beim Spiel zwischen Freiburg und Frankfurt hatten sich zwei Fans im Rahmen einer Protestaktion an die Pfosten eines Tores gekettet.

Noch erschreckender: Nach der Niederlage im Derby gegen Union Berlin wurden die Hertha-Spieler von aufgebrachten Fans aufgefordert, ihre Trikots vor der Kurve niederzulegen.