Als vergangenes Wochenende der Skisprung-Weltcup im polnischen Wisla startete, konnte Sophie Sorschag nur zuschauen.

Die Österreicherin arbeitet neun Monate nach ihrem schweren Sturz kurz nach den Olympischen Winterspielen derzeit an ihrem Comeback. Seit zwei Wochen befindet sie sich wieder im Training.

Nun sorgt die 23-Jährige jedoch abseits der Schanze für Furore. So wird sie bei ihrer Rückkehr nicht für ihr Heimatland an den Start gehen. „In Österreich ist die Tür leider zu. Am 27. April wurde ich total unvorbereitet vom Verband ausgeschlossen“, erklärte sie der österreichischen Kronen Zeitung.

Für sie ist klar: „Deshalb und da ich meinen geliebten Sport weiterhin ausüben möchte, musste ich den Nationenwechsel beantragen.“

ÖSV widerspricht Sorschag

Was in der heutigen Sport-Welt mittlerweile ein durchaus üblicher Mechanismus ist, sorgt bei den Verantwortlichen des Österreichischen Skiverbands ÖSV für große Überraschung.

„Für uns ist es schade, denn wir wollten sie behalten. Aber Sorschag hat von sich aus im Juni den Antrag auf den Nationenwechsel bei der Präsidialkonferenz eingereicht“, schilderte Mario Stecher, Sportliche Leiter für Skispringen und Nordische Kombination im ÖSV. Damit widerspricht er der Darstellung der Team-Weltmeisterin von 2021.

Sorschag blickt nun nach vorne, auch wenn sie noch keine Entscheidung getroffen hat, für welches Land sie künftig an den Start gehen möchte. „Es gibt mehrere Optionen, hoffentlich können wir das bald abschließen“, sagte sie.

Das Interesse dürfte groß sein, denn sie schaffte es schon mehrfach unter die Top Ten und steht noch am Anfang ihrer Karriere.

Bis zu ihrer Entscheidung bereitet sie sich mit einem slowenischen Privattrainer auf ihr Comeback vor. „Ich war selber überrascht, wie gut es geht. Mein Knie fühlt sich wieder an wie früher“, erläuterte sie.