Als überlegener Gesamtweltcup-Sieger der Saison 2021/22 ging Quentin Fillon Maillet in den vergangenen Winter. Doch mit dem Projekt Titelverteidigung scheiterte er krachend und belegte letztlich nur Rang acht.
Nun machte der Franzose keinen Hehl daraus, dass er an seiner Formschwäche kräftig zu knabbern hatte. „Ich hatte Mühe, aus jedem Rennen etwas Positives zu ziehen. Weil ich daran gewöhnt war, so viel besser abzuschneiden, war ich von meinen Resultaten enttäuscht“, offenbarte Fillon Maillet in einem Interview mit der Sportzeitung L‘Équipe.
Weil es schon an den ersten Weltcup-Stationen nicht nach Plan lief, sei der 30-Jährige früh frustriert gewesen und haderte mit seiner Saisonvorbereitung. „Aber auch nach den ersten Rennen kam ich nicht besser in Form. Dann kam die Nervosität“, sagte er.
Fillon Maillet: „Dachte daran, die Saison zu stoppen“
Die Selbstzweifel waren so groß, dass Fillon Maillet auch ein vorzeitiges Ende seines Winters in Betracht zog.
„Ich dachte daran, die Saison zu stoppen, aber ich hatte nicht sieben Monate trainiert, um nicht zu laufen“, gab der Skijäger als Argument an, weshalb er sich bis zur Weltmeisterschaft in Oberhof durchkämpfte.
Mit Erfolg: Beim Saisonhöhepunkt sackte Fillon Maillet immerhin zwei Medaillen ein. Mit der Mixed-Staffel gewann er Silber, die französische Männer-Staffel führte er sensationell zu Gold. „Erst vor der WM habe ich akzeptiert, dass mein läuferisches Level nicht dort ist, wo es einmal war. Und erst danach bin ich einige gute Rennen gelaufen“, erinnerte sich der 30-Jährige.
Aus dem vergangenen Winter habe Fillon Maillet einiges mitgenommen. „Wenn ich es noch mal durchmachen müsste, würde ich während der Saison mehr Pausen einlegen“, erklärte der Biathlon-Star, der davon überzeugt ist, die Spitze auch bei Einzelrennen bald wieder angreifen zu können.
„Es war ein Jahr ohne Erfolge, aber ich habe trotzdem etwas gelernt. Das wird es mir ermöglichen, noch besser zu werden“, betonte Fillon Maillet.