Was für ein Tag zum Vergessen für Anamarija Lampic! Die slowenische Biathletin leistete sich beim Verfolgungsrennen in Nove Mesto satte zehn Schießfehler.
Besonders bitter verlief das zweite Liegendschießen, bei dem Lampic alle(!) fünf Schüsse verfehlte. Am Ende eines enttäuschenden Rennens landete die Slowenin mit 4:50 Minuten Rückstand auf die Spitze auf dem 52. Platz.
Der Sieg ging an die französische Einzel-Weltmeisterin Julia Simon vor der Schwedin Hanna Öberg (+17,2 Sekunden). Franziska Preuß leistete sich gleich im ersten Anschlag drei Fehler und landete nur auf dem 13. Rang.
Noch unglücklicher als für Preuß lief aber der Wettkampf für Lampic, die mit ihren zehn Fehlern zeigte, dass sie immer noch nicht all ihre Schießprobleme abstellen konnte.
Lampic wechselte vom Langlauf zum Biathlon
Die Slowenin war erst zur Saison 2022/23 vom Langlauf zum Biathlon gewechselt und dort zunächst im zweitklassigen IBU-Cup an den Start gegangen, nahm aber im Februar 2023 bereits erstmals an der Biathlon-WM in Oberhof teil.
Ihre erste Saison beendete sie mit einem respektablen 48. Platz im Gesamtweltcup.
In der Folge steigerte sich Lampic immer weiter. Auch dank ihres damaligen Trainers Ricco Groß, der sie nach ihrem Wechsel zum Biathlon unterstütze, etablierte sie sich voll im Weltcup. Ab ihrer zweiten Saison startete sie nur noch dort und holte immer häufiger Punkte.
Für die laufende Saison hatte sie sich eine weitere Steigerung vorgenommen, doch ihr enger Vertrauter Groß wurde zu ihrem Unverständnis vor der Saison entlassen.
Seitdem stagnierte ihre Entwicklung ein wenig. Beim Sprint in Annecy konnte Lampic aber mit dem dritten Platz zumindest ihren ersten Podestplatz feiern.