Den Fans steht bei der Weltmeisterschaft 2026 ein ganz besonderes Highlight bevor. Thomas Müller wird erstmals als TV-Experte zum Einsatz kommen – und das, obwohl der 36-Jährige in der MLS noch selbst zu den Stammspielern zählt.

Für TV-Moderator Johannes B. Kerner war das Grund genug, um zumindest einmal nachzuhaken, ob Müller nicht doch noch einmal das DFB-Trikot überziehen könnte.

Thomas Müller äußert sich zu einem möglichen DFB-Comeback
Thomas Müller äußert sich zu einem möglichen DFB-Comeback Thomas Müller äußert sich zu einem möglichen DFB-Comeback © IMAGO/Sports Press Photo

„Ich habe die Fußballschuhe dabei!“, scherzte Müller in der Sendung „Bestbesetzung“ bei MagentaTV auf die Frage nach einem möglichen Comeback.

Weiter erklärte er: „Wenn wir jetzt nicht einen tiefen Block mit schnellem Umschalten spielen, sondern wenn wir den Gegner einschnüren und belagern, dann ist durchaus noch was möglich.“

Müller-Comeback: „Wie viele müssten denn da ausfallen?“

Als Kerner dann aber noch einmal nach der tatsächlichen „Wahrscheinlichkeit in Prozent“ fragte, wirkte Müller sichtlich erstaunt und antwortete: „Ja, null.“ Doch Kerner ließ nicht locker und konfrontierte seinen Gegenüber mit einem möglichen Anruf des Bundestrainers.

„Also wenn er mich anruft, dann hat er eine Meise. Dann hat er wirklich ein Problem“, wurde Müller jedoch erneut deutlich und fragte sich: „Wie viele müssten denn da ausfallen? 15 Offensive?“

Anschließend erklärte der 131-malige Nationalspieler: „Das eine ist das, was man sich selbst zutraut, das ist ja meistens mehr. Ich bin da eher auf der realistischen Seite. Ich bin ja noch aktiver Spieler und habe immer noch meine Sweet Spots. Aber die werden kleiner und du brauchst mehr Hilfe, dass dich die Menschen da reinhieven.“

Dennoch betonte er auch: „Aber wenn ich einen Ball bekomme, könnte ich weiterhelfen.“ Sein letzter Einsatz für den DFB nahm im Viertelfinale der Europameisterschaft 2024 ein bitteres Ende. Gegen Spanien absolvierte Müller rund 40 Einsatzminuten, konnte das Ausscheiden aber nicht verhindern.

Müller über Bayern-Abgang: „Hätte gerne weitergemacht“

Müller blickte in der Sendung auch auf das überraschende Ende seiner Zeit beim FC Bayern zurück. „Es ist kein Geheimnis, dass ich gerne weitergemacht hätte. Es gab kommunikativ schon Diskrepanzen, dieser ganze Prozess, wie es zu der Entscheidung kam, das war schon Thema“, schilderte Müller und führte aus: „Es gab Unstimmigkeiten. Aus Vereinssicht wurde ich nicht perfekt mitgenommen. Aber man hat bei meinem Abschied gemerkt, dass da nichts hängengeblieben ist.“

Aus diesem Grund wollte die Klubikone auch eine Rückkehr in einer anderen Rolle – zum Beispiel als Sportdirektor – nicht ausschließen: „Ich bin ein Nichts-Ausschließer. Ich lasse das einfach auf mich zukommen. Es käme ja nicht, ich würde es ja wählen.“