Vanessa Voigt hat sich bei der Biathlon-WM zurückgemeldet – und den Kritikern die Stirn gezeigt!
Im Staffel-Rennen der Biathlon-WM in Oberhof holten die deutschen Damen mit Voigt als Startläuferin am Samstag Silber, ihr Einsatz stand zuvor aufgrund schwacher Leistungen nicht fest. (NEWS: Alle Infos zum Biathlon)
Mit einer tadellosen Schießleistung, zehn Treffer bei zehn Schuss, und einer soliden Performance in der Loipe überzeugte Voigt aber. So übergab die Thüringerin auf Rang fünf mit lediglich 13 Sekunden Rückstand an die zweite Deutsche, Hannah Kebinger. Im ARD-Interview ließ sie im Anschluss tief in ihre Gefühlswelt blicken: „Ich glaube ich habe den Kritikern, die ein bisschen an meinem Start in der Staffel gezweifelt haben, gezeigt, dass ich die Position eins total gut meistern kann.“
Eine klare Ansage, doch was war passiert?
Nach ihrer fulminanten Auftaktsaison im vergangenen Jahr musste Voigt in diesem Jahr bereits einige Dämpfer verdauen. Die Leistungen stimmten nicht, Zweifel kamen auf. Als Lokalmatadorin mit Formschwäche zur Heim-WM anzureisen war somit keine optimale Ausgangslage – und das bestätigte sich: Platz 41 im Sprint und Rang 46 in der Verfolgung waren eine herbe Enttäuschung. (DATEN: Der Rennkalender der Biathlon-Saison)
Voigt: „Habe sehr viel geweint“
„Ich habe sehr viel geweint, es war für mich eine neue Situation. Für mich ging es seit zwei Jahren stetig bergauf, und dann so eine herbe Enttäuschung zu erleben, gerade hier in meiner Heimat, das schmerzt sehr“, musste Vogt konstatieren.
Zwar zeigte sie sich im Einzel mit Platz 19 deutlich formverbessert, ein Einsatz in der Staffel war dennoch arg umstritten. Bundestrainer Christian Mehringer vertraute der 25-Jährigen aber und entschied sich dazu ihr das Vertrauen zu schenken und gegen einen Einsatz von Janina Hettich-Walz.
Und Voigt zahlte in Leistung zurück und bilanzierte: „Ich bin mega zufrieden mit dem Rennen, gerade nach den letzten Tagen, die sehr sehr schwer für mich waren“, fing Voigt die Analyse an. Zwar habe sie versucht ruhig zu bleiben, insbesondere am Schießstand, aber „definitiv war heute auch ein bisschen Aggression dabei“.
Nur läuferisch hätte sie noch Potential, insbesondere der schwere Birxsteig hätte ihr letztlich zugesetzt: „Die erste Runde war einfach brutal schnell, ich weiß gar nicht, was die Lou (Jeanmonnot, Startläuferin der Französinnen; Anm. d. Red.) da vorhatte, aber sie wohl gedacht, sie setzt jetzt mal All-In, in der zweiten Runde ist sie dann auch neben mir langsamer gelaufen. Aber es hat einfach zu sehr geschmerzt in der ersten.“
Beim abschließenden Massenstart am Sonntag um 15.15 Uhr kann Voigt noch ein versöhnlicher Abschluss der Biathlon-WM gelingen.