Die deutschen Skispringerinnen bleiben bei der nordischen Ski-WM in Planica das Maß der Dinge.

Im Teamspringen gewannen Katharina Althaus, Selina Freitag, Luisa Görlich und Anna Rupprecht die Goldmedaille. Auf den Plätzen folgen die Teams aus Österreich und Norwegen.

Althaus hatte bereits am Donnerstag im Einzel Gold geholt, einen Tag später gewann Nathalie Armbruster in der Nordischen Kombination Silber.

Ein besonderer Erfolg war der WM-Titel mit der Mannschaft auch für Rupprecht. Sie litt unter der Woche noch unter starken Regelschmerzen, kam aber rechtzeitig wieder in Topform.

„Am Donnerstag habe ich mich ultra schwer getan“, sagte die Schwäbin, die beim Jubeln Badelatschen trug, im ZDF. „Aber Gott sei Dank lässt die Periode irgendwann mal nach. Heute war es schon viel, viel besser. Ich bin so froh, dass alles gut zusammengepasst, obwohl es mir körperlich diese Woche erstmal so richtig scheiße ging.“

Rupprecht: „Ich habe keinen Bock darauf“

Später erklärte sie, warum sie das Thema so offen ansprach: „Das gehört dazu, das gehört enttabuisiert. Ich habe keinen Bock darauf, mich irgendwie rauszureden, warum es nicht so gut war.“

Weiter sagte Rupprecht: „Ich habe das von mir aus angesprochen. Ich finde, dass es einfach mal gesagt werden muss. Es ist oft so, dass man gerade in einem feinfühligen Sport wie Skispringen nicht so Zugriff hat auf die ganzen Sachen und sich auf der Schanze einfach schwer tut. Jede Frau auf der Welt bekommt das.“

Zuspruch erhielt sie von Doppel-Weltmeisterin Althaus: „Entweder hat man Glück oder Pech, das gehört halt dazu. Es ist nicht immer einfach.“

Rupprecht dankte in dem Zusammenhang auch Bundestrainer Maximilian Mechler. „Mit Maxi als Trainer ist es bei uns im Team sehr entspannt. Mit ihm können wir sehr offen umgehen, der ist ultra cool.“

Alles zu Ski und Wintersport auf SPORT1.de