Odell Beckham Jr. ist zurück in der NFL und wieder ein New York Giant! Der 33-Jährige unterschrieb bei seinem Ex-Team, das den Deal am Montag bestätigte.
Dass es zur Reunion kommen könnte, war in den letzten Monaten zu erahnen. Beckham, Spitzname „OBJ“, traf sich bei den NFL Annual Meetings in Arizona mit Head Coach John Harbaugh und legte intern seine Argumente für ein Comeback in „Big Blue“ dar. Im April luden die Giants ihn dann zu einem Workout in ihrer Facility ein.
Harbaugh habe zuvor „drei- oder viermal“ in kurzer Zeit mit ihm gesprochen, um abzuklopfen, „wo er steht“ – Beckham trainierte zu dieser Zeit in Arizona und verbrachte Zeit mit seinem Sohn. Nun ist die Rückkehr offiziell.
Die Giants hatten Beckham im NFL-Draft 2014 an zwölfter Stelle ausgewählt. Seine erste Saison im „Big Apple“ (bis 2018) war elektrisierend: 390 Catches, 5.476 Yards, 44 Touchdowns – Platz zwei der Franchise in Receiving Yards. Und ein unvergessener One-Handed-Catch.
NFL: Zuletzt wurde es ruhig um OBJ
Zuletzt blieb die Ausbeute überschaubar: 2023 kam er für die Baltimore Ravens unter Harbaugh auf 35 Receptions, 565 Yards und drei Touchdowns, 2024 bei den Miami Dolphins in neun Spielen nur auf neun Catches für 55 Yards.
Im Dezember folgte dann die einvernehmliche Trennung, seitdem war OBJ ohne Team gewesen. 2025 musste er im Oktober eine Sperre über sechs Spiele wegen eines Doping-Verstoßes absitzen.
Finanziell bleibt auch nach dem Deal Spielraum: Die Giants lagen Ende Mai bei rund 10,2 Millionen US-Dollar Cap Space. Gerade ohne den noch am Kreuzbandriss laborierenden Malik Nabers wird jeder erfahrene Target wichtig.
Kurz zuvor hatte New York bereits Braxton Berrios per Einjahresvertrag geholt – als Reaktion auf die Verletzung von Returner Gunner Olszewski (Achillessehnenriss). Berrios soll sofort helfen, während die Offense weitere Optionen sucht.
Giants holen Erfahrung und Tiefe
Am Abend tüteten die Giants den nächsten Receiver-Deal ein: JuJu Smith-Schuster unterschrieb nach einem Workout, wie Mike Garafolo und Ian Rapoport berichten.
Für Smith-Schuster ist es ein Tapetenwechsel nach zwei Spielzeiten bei den Kansas City Chiefs. Auf dem Feld blieb sein Einfluss zuletzt überschaubar: In der vergangenen Saison stand der 29-Jährige in jedem Spiel auf dem Platz, kam aber nur auf 33 Catches für 345 Yards und einen Touchdown. Seit Beginn der Saison 2023 stehen 80 Receptions für 836 Yards zu Buche. Sein bestes Chiefs-Jahr blieb 2022, als er mit 933 Yards nur knapp an vierstellig vorbeischrammte.
In New York ist Smith-Schuster vor allem ein weiterer Baustein für den Umbau der Receiver-Unit. Mit Beckham und Berrios kam am selben Tag bereits zusätzliche Erfahrung – nun folgt Smith-Schuster als dritter Neuzugang auf dieser Position.
Viele Wide-Receiver-Optionen
Für die Giants bedeutet das vor allem mehr Optionen im Kader, ohne sich früh festzulegen. Die Verpflichtungen entstanden direkt aus dem Workout-Block, in dem mehrere Veteranen vorstellig wurden.
Smith-Schuster bekommt damit die Chance, sich in einer neuen Offense wieder als verlässliche Anspielstation zu empfehlen – und genau das ist nach seinen eher stillen Zahlen aus der jüngsten Vergangenheit auch nötig.
Im Giants-WR-Room treffen Beckham und Smith-Schuster nun auf Nabers (Reha), Darius Slayton, Darnell Mooney, Calvin Austin III, Rookie Malachi Fields – und Berrios als Flex-Option, während Wan’Dale Robinson in der Free Agency weg ist.