Galatasaray Istanbul hat sich am ersten Spieltag der Süper Lig gegen Corum FK beinahe blamiert. Gegen den Tabellen-Zehnten der vergangenen Saison kam das Team von Leroy Sané und Ilkay Gündogan am Freitagabend nicht über ein 2:2 (0:0) hinaus.
Der Nigerianer Victor Osimhen eröffnete das Spektakel, das sich rein auf die zweite Spielhälfte beschränkte, in der 53. Minute mit dem 1:0. Dann erlebten die Istanbuler aber bittere Minuten: In nur 180 Sekunden drehte Corum das Spiel: Alexis Kyziridis (59.) per Traumtor und Jesús Ramírez (61.) erzielten die Treffer. Die Endphase sollte noch turbulenter werden.
Erst sah Kyziridis, der vor wenigen Tagen für knapp zwei Millionen in die Türkei gewechselt war, aufseiten Corums nach einem üblen Tritt auf die Achillessehne seines Gegenspielers Rot – und ließ damit die Schlussoffensive von Galatasaray losbrechen.
Osimhen rettet Galatasaray
Dann nutzte Osimhen die finale Sturmphase und verhinderte in der 90. Minute durch seinen 2:2-Ausgleich per Kopf den Fehlstart. Sané war unmittelbar zuvor ausgewechselt worden, blieb das gesamte Spiel aber glücklos.
Zwar verbuchte der deutsche Nationalspieler vier Abschlüsse und komplettierte 30 seiner 34 Pässe. Zählbares sprang jedoch nicht heraus.
Gündogan kam erst in der 84. Minute ins Spiel, beendete das Spiel aber mit einer Passquote von 100 Prozent.
Wirbel um Elfmeter-Szene
Eine Szene sorgte im Nachgang noch für mächtig Wirbel: Der Ex-Freiburger Roland Sallai wollte in der 80. Minute im eigenen Strafraum Corum-Stürmer Ramírez am Abschluss hindern. Der Venezolaner aber traf zuerst den Ball – und wurde im Anschluss von Sallai mit offener Sohle am Fuß getroffen.
Schiedsrichter Batuhan Kolak entschied sich, trotz einiger Proteste nicht auf den Punkt zu zeigen – Glück für Galatarasay. So dürfen sich Sané und Co. über einen Punkt freuen.
Am kommenden Freitag trifft der Hauptstadtklub am zweiten Spieltag auf Erzurumspor FK.