Mitten in der NBA-Pause wird die USA von einer historischen Basketballleistung elektrisiert. Denn mit Caitlin Clark hat die wohl bekannteste und talentierteste Spielerin der Welt in der WNBA Geschichte geschrieben. Beim 110:107 gegen die Seattle Storm schaffte die 24-Jährige 45 Punkte und zehn Assists.

Seit der Gründung der Liga im Jahr 1997 schaffte das keine andere. Ihre Trainerin Stephanie White jubelte: „Es ist unglaublich. Es ist etwas Besonderes“, sagte White und fügte an: „Sie macht Dinge, die wir so noch nie gesehen haben.“

Das ehemalige Wunderkind schrieb bereits mehrmals Geschichte. Und so zeigte sie sich von dem nächsten Meilenstein kaum beeindruckt. “Es ist cool. Es interessiert mich nicht wirklich“, sagte die Rekordhalterin.

Clark schreibt Basketball-Geschichte

11 von 18 Würfen aus dem Feld verwandelte Clark. Unter anderem schossen sechs von zehn Dreiern durch die Reuse. Außerdem traf der Star 17 von 19 Freiwürfen und setzte auch ihre Teamkolleginnen überragend in Szene.

Kurios: Vor dem Spiel sollte Clark eigentlich aufgrund einer Rückenverletzung, die sie die ganze Saison über geplagt hatte, nur begrenzt zum Einsatz kommen. Bereits in den vergangenen Wochen wurde dies so gehandhabt.

„Die hätten sich eine Standpauke anhören müssen. Auf keinen Fall hätte ich im vierten Viertel das Spiel verlassen. Es war egal, was passierte. Ich hätte auch auf einem Bein weitergespielt“, sagte Clark nun lachend.

Es ist für den Guard ein wichtiger positiver Schritt nach Wochen der Aufregung. Es gab nicht nur wegen der gekürzten Einsatzzeiten Diskussionen.

Clark verzückt nach Wochen der Aufruhr

Am 24. Juni im Spiel gegen die Phoenix Mercury hatte Gegenspielerin Alyssa Thomas mit der Faust den Hals von Clark während des Spiels erwischt. Thomas wurde während der Partie für diese Aktion nicht mit einem Foul bestraft, doch die Liga stufte die Aktion im Nachhinein als grobes Foul ein und sperrte sie für ein Spiel, weil sie „rücksichtslos mit ihrer Faust Kontakt hergestellt“ habe.

Thomas erklärte später, die Aktion sei ein Unfall gewesen. Sie gab an, nach dem Vorfall Morddrohungen erhalten und rassistisch beleidigt worden zu sein. Sie kritisierte zudem WNBA-Kommissarin Cathy Engelbert dafür, dass sie nicht mehr zum Schutz der Spielerinnen der Liga unternommen habe.

Das Thema zog Kreise in den gesamten USA. Auch Clark wurde auf einmal Zielscheibe von Kritikern, weil die Liga sie überaus bevorteilen würde und so schaltete sich sogar NBA-Boss Adam Silver ein. Clark sei inmitten der Debatten über die Schiedsrichterleistung und das körperbetonte Spiel in der WNBA zu einem „politischen Spielball“ geworden

Nun also die historische Gala. Die Presse war von Clark jedenfalls verzückt. AP News schrieb: „Clark springt in die Geschichtsbücher.“ Fox News empfand: „Clark schreibt Geschichte nach Wochen der Diskussionen. Das Phänomen schlägt zurück.“

Die Seattle Times registrierte die Gala ebenfalls: „Clark war einfach zu viel für die Storm. Es wurde ein historisches Duell.