Paris Saint-Germain hat in diesem Sommer die bislang beste Transferbilanz seit dem Einstieg von Qatar Sports Investments (QSI) im Jahr 2011 aufgestellt. Das berichtet L’Équipe und schreibt von einem „beispiellosen“ Vorgehen.
Nach der Öffnung des Sommer-Transferfensters hat der Klub bislang „keinen einzigen Cent“ Ablöse ausgegeben, dafür aber Kaderplätze geschaffen und die Kassen gefüllt.
Der endgültige Abgang von Randal Kolo Muani zur Juventus Turin wurde am Sonntag offiziell gemacht. Die Ablöse soll bei 38 Millionen Euro liegen, dazu können laut Bericht noch 12 Millionen Euro an Boni kommen. Damit liegt das Transfer-Plus der Pariser in dieser Transferperiode bei 156 Millionen Euro.
PSG gab schon über 450 Millionen Euro aus
Verantwortlich für diese Bilanz sind vor allem drei Deals: Goncalo Ramos wechselte für 74 Millionen Euro zur AC Milan, Kang-in Lee für 40 Millionen Euro zu Atlético Madrid und Noham Kamara für 4,1 Millionen Euro zu Olympique Lyon. Mit diesen Abgängen steht PSG bereits auf dem Podium der größten Verkaufssommer seit 2011. Als Rekordmarke gilt dabei die Saison 2023/24 mit 210,65 Millionen Euro an Verkäufen.
Damals wurden aber gleichzeitig gut 450 Millionen Euro für Transfers ausgegeben, unter dem Strich stand also ein dickes Minus.
In jener Saison trieben insbesondere die Transfers von Neymar (90 Millionen Euro) und Marco Verratti (45 Millionen Euro) die Einnahmen nach oben – während Paris gleichzeitig einen teuren Umbruch stemmte. Damals kamen unter anderem Kolo Muani (95 Millionen Euro), Lee (22 Millionen Euro) und Manuel Ugarte (60 Millionen Euro), außerdem Ousmane Dembélé (50 Millionen Euro) sowie Bradley Barcola (45 Millionen Euro); Ramos war im Winter für 50 Millionen Euro verpflichtet worden.
Klar ist natürlich, dass die Ausgaben im laufenden Transfersommer noch steigen könnten: Ein Monat bleibe den Verantwortlichen, zudem könne Luis Enrique im Winter nachjustieren – und die Spuren zu Maghnes Akliouche, Mika Godts, Zion Suzuki (oder Ferran Torres) sind laut L’Equipe weiterhin heiß, nachdem auch die gescheiterte Personalie Yan Diomandé den Beginn des Fensters geprägt hatte.